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Alu-Späne in Brikettform

von am 1. Juni, 2017
RUF-KEIELS

Mit der Einführung einer Brikettierpresse hat Keiels Formenbau seine Betriebsabläufe vereinfacht und Kosten massiv reduziert. Pro Stunde verpresst das Brikettiersystem 50 Kilogramm Aluminiumspäne, die beim Fräsen anfallen, zu festen Briketts. Im Vergleich zur Vermarktung der losen und nassen Späne verdoppelte das Unternehmen seine Erlöse durch den Verkauf der Aluminium-Briketts. So amortisiert sich die Presse in rund einem Jahr.

Die Familienunternehmer Peter und Alexander Keiels sind Formenbauer. In ihrem Unternehmen stellen Vater und Sohn mit ihren Mitarbeitern Werkzeuge für die Verarbeitung von Partikelschäumen her.

Die Schäumwerkzeuge werden aus der Aluminiumlegierung AlMg4,5Mn aus dem Vollen gefräst. Ausgangspunkt ist ein Aluminiumhalbzeug. Fast zwei Drittel des Aluminiumblocks bleiben als voluminöse und nasse Späne zurück. Ab ihnen haften noch Reste der als Kühlschmiermittel verwendeten Emulsion.

Diese Produktionsabfälle, beziehungsweise der Umgang damit, waren ein Dorn im Auge. Denn die Aufbewahrung der feuchten Späne erforderte wegen ihrer geringen Schüttdichte sehr viel Platz und verschmutzte den Boden der Fertigungsbereiche. Außerdem kostete der Abtransport wertvolle Arbeitszeit.

Peter und Alexander Keiels ließen sich von einigen Herstellern Angebote für eine Presse erstellen und entschieden sich letztendlich für eine gebrauchte Anbaupresse RAP 4/2400/60×60 von Ruf mit einer Durchsatzleistung von zirka 50 kg/Std. Die Ziffern stehen für 4 kW elektrische Leistungsaufnahme, einen spezifischen Pressdruck von 2.400 kg/cm2 und einen Brikettquerschnitt von 60 x 60 mm. Damit liegt die bei Keiels eingesetzte Presse am unteren Ende der Leistungspalette dieses Herstellers, die bis zu 90 kW und, je nach Material, Durchsätzen bis zu fünf Tonnen pro Stunde reicht.

Die Amortisationszeit war bei Keiels letztlich viel kürzer als erwartet. Bei einem Späneaufkommen von 20 Tonnen pro Jahr hatten die Firmeninhaber vorsichtig gerechnet und mit etwa drei Jahren kalkuliert. Da aber die Spänemengen massiv stiegen, machte die Anlage sich viel schneller bezahlt. Mit den 60 Tonnen, die 2016 brikettiert wurden, lag die Amortisationszeit bei knapp einem Jahr, wobei bei dieser Rechnung nur die gesteigerten Erlöse für die Aluminiumreste berücksichtigt sind. Hinzu könnten künftig noch Einsparungen beim Kühlschmiermittel.

Links:

www.brikettieren.de

Da der Altmetallhändler die Briketts nun nur noch viermal im Jahr abholt, werden die Briketts in der Zwischenzeit wettergeschützt gelagert. In dieser Zeit reduziert sich die Restfeuchte sogar noch weiter. Bild: Ruf

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