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Datenbrille mit OLED-Display

von am 13. Oktober, 2017
fraunhofer brille

Die am Fraunhofer FEP entwickelten bidirektionalen OLED-Mikrodisplays wurden nun erstmals in einen Datenbrillen-Demonstrator integriert. Damit können AR- und VR- Anwendungen sowie 2-D und 3-D Inhalte dargestellt werden. 

Datenbrillen und die damit verbundene virtuelle und erweiterte Realität (virtual reality, VR; augmented reality, AR) werden zunehmend im professionellen Umfeld eingesetzt. Sie dienen beispielsweise als Arbeitsunterstützung für Konstrukteure, Monteure, Chirurgen oder in der Katastrophenhilfe. Sie können aber auch als Lernmedium bzw. zur Lernunterstützung in fast allen Bereichen eingesetzt werden.

Voraussetzung für eine hohe Nutzerakzeptanz ist eine sehr gute Darstellungsqualität. Hierfür sind wiederum hochaufgelöste Displays, wie sie durch das Fraunhofer FEP entwickelt werden, essenziell.

Nun wurde ein bestehender Demonstrator gemeinsam mit der Juniorprofessur für technisches Design der TU Dresden baulich so weiterentwickelt, dass er sowohl für AR- als auch VR-Anwendungen einsetzbar ist. Dabei können den beiden Displays je Auge unterschiedliche Bildinhalte zugewiesen und so ein 3D-Eindruck beim Nutzer erzeugt werden. Durch die Nutzung der standardisierten Schnittstellen HDMI und USB ist die Datenbrille mit praktisch jeder Videoquelle verwendbar.

Für den ersten Demonstrator nutzten die Wissenschaftler bidirektionale OLED-Mikrodisplays mit einer Auflösung von 800×600 Pixel, die neben den OLED-Pixel auch Photodioden-Pixel auf dem Chip integriert haben. Dadurch kann neben der Anzeige von Informationen über die Displaypixel mit dem eingebetteten Bildsensor auch das Auge des Nutzers aufgenommen und somit potenziell eine Augensteuerung umgesetzt werden.

Links:

www.fep.fraunhofer.de

Entwicklerin Judith Baumgarten vom Fraunhofer FEP erklärt: „Mit diesem Demonstrator können wir nicht nur die Qualität und vielfältige Einsetzbarkeit unserer Mikrodisplays zeigen, sondern auch unser Know-How auf dem Gebiet des Elektronikdesigns unter Beweis stellen.“ Bild: Fraunhofer


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