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Digitalisierung beim Gebäudedienstleister

von am 19. März, 2018
Peter Hollmann

Die Gebäudedienstleister der Niederberger Gruppe informieren seit Herbst letzten Jahres über offene Stellen per WhatsApp. Zudem können auch Anwohner und Gewerbetreibende der Altstadt des Berliner Bezirks Spandau „ihren“ Hausmeister per WhatsApp benachrichtigen, wenn es im Gebiet der historischen Fußgängerzone Probleme mit wilden Müllablagerungen, Graffitis oder Wildplakatierungen gibt und diese schnellstmöglich entfernt oder Schäden am Stadtmobiliar beseitigt werden sollen.

„Inzwischen verfügt jeder unserer Objektleiter über ein mobiles Endgerät und plant mithilfe entsprechende Tools Touren, nimmt relevante Informationen über den Gesamtzustand von Objekten hinsichtlich der Sauberkeit per Bild und Text vor Ort beim Kunden auf und erfasst auch die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter. All diese Informationen werden an unser Büro übermittelt, wo sie zentral zur Weiterverarbeitung gespeichert werden“, erklärt Peter Hollmann, Betriebsleiter der Niederberger Berlin.

Damit sind sämtliche relevanten Informationen bereits wenige Sekunden nach einem Besuch beim Kunden für die Mitarbeiter im Büro einsehbar. Das Backoffice hat jederzeit einen exakten Überblick über den Reinigungsstatus, die Kundenzufriedenheit und Sauberkeit in betreuten Objekten.

Andreas Bentsch, Objektleiter bei Niederberger Berlin und verantwortlich für 74 Reinigungskräfte, regelt seit zwei Jahren über das Smartphone sowohl das Zeitmanagement für seine Reinigungskräfte als auch die Arbeitsaufzeichnung. „Digitalisierung hilft uns zu transparenten und objektiv kontrollierbaren Qualitätskriterien zu kommen und die Qualitätshistorie der Kunden zu dokumentieren. Denn Dienstleistungen werden von allen Beteiligten, Kunden wie Mitarbeitern, nun einmal subjektiv beurteilt.“

Auch der Winterdienst des Unternehmens wird durch eine Software unterstützt: Seit 2014 sind alle Winterdienstfahrzeuge des Unternehmens in Berlin und im Landkreis Märkisch Oderland mit GPS ausgestattet. Die Maschinen kommunizieren ihre Daten in Echtzeit über das Mobilfunknetz an das Büro, wo Yvonne Hartmann, verantwortlich für die Tourenplanung, die Funktionen der zugehörigen Software zur Dokumentation und Verbrauchs- bzw. Leistungsauswertung nutzt.

„Wir schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits entfallen die schriftlichen und zeitraubenden Räum- und Streuberichte unserer Mitarbeiter auf den Fahrzeugen. Andererseits erfolgt auch die Einsatzabrechnung per Mausklick, wobei das zum GPS gehörende Verwaltungssystem nach Art und Dauer des Einsatzes sowie nach gerätebezogenen Kosten unterscheiden kann“, so Hartmann.

Luft nach oben ist noch: Im nächsten Jahr will der Betrieb soweit sein, dass seine Azubis ihr Ausbildungsheft digital führen können.

Links:

www.niederberger-gruppe.de

„Mittelfristig – und da rede ich von einem Zeitraum von fünf Jahren – wird Reinigung anders aussehen. Momentan sind wir zwar von einem großflächigen Einsatz von autonomen Reinigungsrobotern im Tagesgeschäft noch ein ganzes Stück entfernt. Es gibt jedoch einige Firmen, die interessante Prototypen am Markt haben, die auch unsere Mitarbeiter beispielsweise bei der Reinigung von großen Boden- und Fassadenflächen oder Solarpanels unterstützen können“, erklärt Peter Hollmann, Betriebsleiter der Niederberger Berlin. Bild: Niederberger

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