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Kohlendioxid als Ersatz für Erdöl

von am 30. Oktober, 2017
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Kohlendioxid entweicht in riesigen Mengen aus Gebäuden, Autos, Fabriken und Kraftwerken. In Zukunft soll das Gas aber nicht mehr ungenutzt in die Atmosphäre steigen, denn die Chemieindustrie macht daraus einen neuen Baustein für Kunststoffe, um fossile Rohstoffe einzusparen.

Ein Konsortium von 14 Partnern aus sieben Ländern erforscht jetzt, wie sich CO2 und andere Abgase aus der Stahlindustrie besonders effizient und nachhaltig verwenden lassen, um Komponenten für Dämmstoffe und Lacke herzustellen.

„Die mittlerweile zahlreichen Initiativen zur CO2-Nutzung lassen das Abgas in neuem Licht erscheinen und tragen dazu bei, die Rohstoffbasis der chemischen Industrie zu verbreitern“, erklärt Dr. Markus Steilemann. Er ist Covestro-Vorstand zuständig für Innovation, Marketing und Vertrieb. Mit einem Umsatz von 11,9 Milliarden Euro im Jahr 2016 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen.

Covestro forscht an zahlreichen Anwendungen für CO2-basierte Rohstoffe. Dass dies überhaupt möglich ist, geht auf einen wissenschaftlichen Durchbruch zurück, den das Unternehmen vor einiger Zeit mit Partnern erzielt hat. Damit lässt sich CO2 für diese Zwecke ökologisch und ökonomisch sinnvoll nutzen.

Bereits seit dem vergangenen Jahr produziert das Unternehmen mit Kohlendioxid ein Vorprodukt für weichen Schaumstoff. Es enthält bis zu 20 Prozent CO2, das chemisch fest eingebunden ist. In gleicher Größe wird Erdöl eingespart. Der Schaum wurde speziell für den Einsatz in Polstermöbeln und Matratzen konzipiert.

Das neue Forschungsprojekt mit den 14 Partnern wird von der Europäischen Kommission gefördert. Es erlaubt eine Kooperation vom Abgasverursacher bis zum Kunststoffverarbeiter. Eine mögliche Produktionsanlage könnte wohl in Südfrankreich entstehen, wo ein Stahlwerk und ein Werk von Covestro in unmittelbarer Nachbarschaft liegen.

Links:

www.covestro.com

Vom Abgas zum Rohstoff: Das Unternehmen unterhält am Standort Dormagen bei Köln eine Produktionsanlage, die dazu dient, mit dem Klimagas CO2 eine zentrale Schaumstoff-Komponente für Matratzen und Polstermöbel herzustellen. Vor knapp einem Jahr begann die Auslieferung des neuartigen Produkts, das auf Kohlendioxid basiert. Bild: Covestro

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