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Neue Kälteanlage spart 75.000 Euro pro Jahr

von am 1. Dezember, 2017
L&R_bild

Die Möller Flex GmbH hat im Werk Delbrück eine neue Kälteanlage von L&R in Betrieb genommen. Sie profitiert nun von einer höheren Betriebssicherheit und niedrigeren Energiekosten. 

Der Automobilzulieferer Möller Flex, der zur Möller Group mit Hauptsitz in Bielefeld gehört, hat sich auf die Kunststoffverarbeitung spezialisiert und fertigt neben Modulen für die Automobilindustrie auch Konstruktionsteile wie z.B. Faltenbälge für den Maschinenbau. Im Werk Delbrück entstehen so täglich große Stückzahlen von flexiblen Formteilen aus verschiedenen Weichkunststoffen, Thermoplasten und Elastomeren. Das besondere Know-how besteht dabei in der Kombination mehrerer Werkstoffe.

Um hochwertige Spritzgussteile herzustellen zu können, muss sowohl der Hydraulikkreislauf als auch das Spritzgusswerkzeug gekühlt werden. Zu hohe Temperaturen beeinträchtigen nämlich die Qualität der Bauteile und die Produktivität, denn bei optimaler Kühlung können die frisch produzierten Teile schneller aus dem Werkzeug entnommen werden. Die Konsequenz: Der Spritzgießer erhöht die Taktrate und fertigt mehr Teile pro Zeiteinheit.

Die im Werk vorhandene Kälteanlage sollte aufgrund ihres Alters und des steigenden Wartungsaufwandes erneuert werden. Darüber hinaus sprachen zwei weitere Gründe für eine neue Kältetechnik, wie Franz Josef Klaus, Leiter Instandhaltung bei der Möller Flex GmbH, erklärt: „Die alte Anlage arbeitete mit offenen Kühltürmen für die Rückkühlung des Kühlwassers. Das birgt das Risiko des Eintrags von Kontaminationen. Außerdem wollten wir den Energieaufwand für die Kälteerzeugung deutlich senken und die Voraussetzungen für eine exakte Temperaturführung schaffen.“

Hierfür starteten die Ingenieure der L&R Kältetechnik mit einer Ist-Aufnahme und ermittelten den Kältebedarf für die Werkzeug- und Hydraulikkühlung. Daraufhin projektierten sie eine Kälteanlage, die mit diversen energiesparenden Merkmalen ausgestattet ist. Die Anlage lässt sich außerdem vom L&R-Servicepersonal fernwarten.

Die neue Kälteanlage wurde bereits installiert. L&R hat ermittelt, dass allein die drei zentralen Energiesparmaßnahmen – Varikon-Steuerung, Winterentlastung und Wärmerückgewinnung – Einsparungen von 75.000 Euro Stromkosten pro Jahr möglich sind.

Links:

www.lr-kaelte.de

Die Werkzeugkühlung ist für eine Kälteleistung von 300 kW ausgelegt, die Hydraulikkühlung für 500 kW und die Winterentlastung ebenfalls für 300 kW. Im Sommer wird der Freikühler für die Winterentlastung der Werkzeugkühlung auf die Hydraulikseite umgeschaltet. Bild: L&R

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