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Niedersachsen fördert Zentrum für additive Fertigung

von am 23. Oktober, 2017
Additive-Fertigung

Niedersächsische Unternehmen sollen beim Thema additive Fertigung Vorreiter werden, wenn es nach dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies geht. Dieser hat vergangene Woche „Additiv“, ein Zentrum für die additive Fertigung, in Hannover eröffnet. 

Die additive Fertigung wird die Produktion radikal verändern, denn Ersatzteile, Sportschuhe und sogar Hörgeräte kommen in Zukunft aus dem 3D-Drucker – individuell angefertigt zum Preis von Massenware. Wenn individuelle, maßgefertigte Produkte allerdings keine Luxusgüter mehr sind, verändert sich auch das Konsumverhalten: Massenware wird dann möglicherweise nicht mehr so akzeptiert.

„Niedersachsen Addivit – Das Zentrum für Additive Fertigung“ soll nun den 3D-Druck serientauglich machen. Es will vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, die neuen Technologien in ihre Produktionsprozesse zu integrieren.

Vier Partner haben das Zentrum ins Leben gerufen: Das Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH), das Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH), die Deutsche Messe Technology Academy GmbH sowie die LZH Laser Akademie GmbH. Von der niedersächsischen Landesregierung erhält das Zentrum für drei Jahre 1,2 Millionen Euro Förderung für Forschung und Technologietransfer.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies sagte bei der Eröffnungsveranstaltung: „Additive Verfahren wie der 3D-Druck sind eines der großen Zukunftsthemen der Produktionstechnik beim Thema Industrie 4.0. Wir wollen den niedersächsischen Mittelstand stärken und dafür sorgen, dass unsere Unternehmen auf dem Weg zur additiven Fertigung vorangehen. Immer schneller wird es wettbewerbsfähig sein, Komponenten aus Kunststoff oder Metall nicht nur durch Zerspanung, sondern auch durch das sogenannte Drucken herzustellen. Das gilt zunehmend auch für größere Stückzahlen. Mit dem Zentrum wird es möglich sein, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Technologie zu bestimmen. Deshalb unterstützt das Land gerne das neue Zentrum in Hannover.“

Links:

www.niedersachsen-additiv.de

Eröffnungsveranstaltung (von links nach rechts): Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies, LZH-Geschäftsführer Dr. Dietmar Kracht, IPH-Geschäftsführer Dr.-Ing. Malte Stonis und Projektleiter Dr.-Ing. Stefan Kaierle. Lies und Kracht halten eine additiv gefertigte Abdeckkappe für einen Sicherungskasten im Automobil in den Händen. Bild: Ralf Büchler

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