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Predictive Maintenance erfüllt Erwartungen nicht

von am 19. Februar, 2018
Thomas-Rohrbach

Im Auftrag der Unternehmensberatung Staufen wurden rund 400 Industrieunternehmen in Deutschland zum Thema von Predictive Maintenance befragt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Drei Viertel sind nicht überzeugt.

Das Leistungsvermögen von Predictive Maintenance sei gering oder zumindest noch ausbaufähig. Nur 6 Prozent sehen derzeit einen großen Nutzen in der vorausschauenden Instandhaltung auf der Grundlage von Prozess- und Maschinendaten.

Thomas Rohrbach, Geschäftsführer der Staufen Digital Neonex GmbH, ist von dem Ergebnis der aktuellen Umfrage nicht überrascht: „Viel zu häufig werden Begrifflichkeiten aus dem Baukasten der digitalen Transformation als Worthülse für Altbekanntes gebraucht. Der Übergang von der einfachen Fernwartung und Condition Monitoring zu Predictive Maintenance-Lösungen ist fließend. Doch erst, wenn Anwender einen echten Mehrwert erfahren, wird das Prinzip nachhaltig überzeugen.“

Der Nutzen von Predictive Maintenance werde allgemein überschätzt. „Die überwiegende Mehrheit der Maschinenausfälle lässt sich auf Faktoren zurückführen, die Predictive Maintenance nicht lösen kann, allen voran Bedienungsfehler“, so der Digitalisierungsexperte Rohrbach, „einen echten Mehrwert kann vorausschauende Wartung erzielen, wenn sie mit anderen Leistungen gekoppelt wird, etwa einer intelligenten Überwachung der Prozessdaten zur Optimierung von Verfahren und Material oder digitalen Assistenzsystemen, die Fehler durch den Menschen verhindern.“

Dann erst könnten sich die hohen Erwartungen der Industrie an Predictive Maintenance erfüllen, der die Hälfte der Befragten in den kommenden zwei bis fünf Jahren eine große Bedeutung zugestehen.

Die komplette Studie kann kostenlos heruntergeladen werden.

Links:

www.staufen.ag

„Die überwiegende Mehrheit der Maschinenausfälle lässt sich auf Faktoren zurückführen, die Predictive Maintenance nicht lösen kann, allen voran Bedienungsfehler“, meint Thomas Rohrbach, Geschäftsführer der Staufen Digital Neonex GmbH. Bild: Staufen

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