90 Jahre SEW-Eurodrive
Im Juni 1931 gründete Christian Pähr die „Süddeutschen Elektromotoren Werke“ in Bruchsal und legte damit den Grundstein für das heutige Unternehmen SEW-Eurodrive.
Verschiedene Elektro- und Getriebemotoren, die Elektro-Bandsägen „Millicut“, der Hobler „Simplitt“, die Elektro-Kreissägen „Circut“ und die Schleifmotoren „Poliglitt“ bilden zu Beginn das Produktionsprogramm. Die großen Erfolge seines Unternehmens erlebt Pähr nicht mehr. Nur vier Jahre nach der Gründung verstarb er im Alter von 70 Jahren.
Fortan leitet seine Witwe Kunigunde Pähr das Unternehmen, unterstützt von der gemeinsamen Tochter Edeltraut. 1945 übernahm Ernst Blickle, Edeltraut hatte zwischenzeitlich geheiratet, die Geschäftsführung des Unternehmens und in den Folgejahren begann das Firmenwachstum.
Von der Erfindung des Vorgelegemotors 1928 bis zum Getriebemotor heutiger Ausprägung war es nur ein kurzer Weg. Das einmal erkannte Grundprinzip des effizienten Getriebemotors wurde durch SEW-Eurodrive konsequent weiterentwickelt.
Mitte der 1960er Jahre gelang es SEW-Eurodrive als erstem Unternehmen im Bereich der Antriebstechnik, ein modulares Baukastensystem für die Herstellung von Getriebemotoren zu entwickeln. Auf der Basis einer überschaubaren Anzahl von standardisierten Einzelteilen und Baugruppen war es nun problemlos möglich, wirtschaftlich und in kurzer Zeit Antriebslösungen zu realisieren, die nicht nur durch ihre Vielseitigkeit, sondern auch durch ihre gleichbleibend hohe Qualität überzeugten.
Gleichzeitig mit der Entwicklung des Baukastensystems, forcierte das Unternehmen den Weg auf die internationalen Märkte: Den Anfang machte 1960 die Gründung des ersten SEW-Tochterunternehmens im französischen Hagenau. Heute verfügt SEW-Eurodrive über 17 Fertigungs- und 85 Montagewerke sowie eigene Vertriebsniederlassungen und Vertretungen in 52 Ländern.
Anfang der 1990er Jahre entschied sich das Unternehmen unter der Führung von Rainer und Jürgen Blickle – Ernst Blickle verstarb 1986 – zur Eigenentwicklung von Steuer- und Regelungslösungen und dem Aufbau einer entsprechenden Elektronikproduktion. Auch die Elektronik basiert auf dem Baukastensystem und bildet heute eines der wichtigen Standbeine des Unternehmens. Mittlerweile ist die damalige Fabrik zu klein geworden und so wurde 2019 die neue Elektronikfertigung in Bruchsal bezogen.
Aktuell entstehen in Graben-Neudorf neue Kapazitäten für die Herstellung und Montage von Motoren und Getrieben, ein neues Kundencenter sowie Schulungs- und Besprechungsräume.
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