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Autonomes Highspeed-Transportfahrzeug

von am 4. März, 2021

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML entwickelt eine neue Generation fahrerloser Transportfahrzeuge: Der Loadrunner kann sich dank Künstlicher Intelligenz und Kommunikation über 5G im Schwarm organisieren und selbstständig Aufträge annehmen.

Der Transportroboter arbeitet in einem Schwarmsystem. Grundlage hierfür war ein Drohnenschwarm, den die Forschenden des Fraunhofer IML zuvor entwickelt hatten. Dabei imitieren 20 Drohnen das Verhalten eines Vogelschwarms.

„Der LoadRunner ist mit einem omnidirektionalem Fahrwerk ausgestattet, Fahrt- und Drehrichtung sind komplett unabhängig voneinander. Somit kann sich das neue Transportfahrzeug auch während der Fahrt in jede beliebige Richtung drehen, ohne rangieren zu müssen“, erklärt Moritz Roidl, Wissenschaftler am Fraunhofer IML.

Die Roboter orientieren sich mithilfe einer Bodenkamera an Bord. Diese Kamera erstellt 400 Bilder pro Sekunde vom zuvor eingelesenen Untergrund. Dadurch kann sich das Fahrzeug auch bei hoher Geschwindigkeit in engen Formationsfahrten genau lokalisieren.

Als einzelnes Fahrzeug ist der Loadrunner in der Lage, Pakete bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm zu transportieren und sortieren -ideal beispielsweise für Gepäckstücke an Flughäfen. Bei schwereren Objekten arbeiten die Flitzer im Verbund (siehe Bild) und ermöglichen dadurch auch den Transport von großen und sperrigen Objekten. Dabei kann jeder Loadrunner zusätzlich bis zu vier passive Anhänger ankoppeln.

Vier Elektromotoren treiben den Loadrunner an. Um die transportierte Last abzugeben, bremst das Fahrzeug kurz vor dem Ziel im richtigen Moment ab. Dadurch rutscht das gelieferte Objekt vom Roboter auf die Abgabefläche.

Das Fraunhofer IML testete den Loadrunnner für die Paketsortierung – mit ersten vielversprechenden Ergebnissen: Mit etwa 60 Fahrzeugen lassen sich 13.000 Sendungen pro Stunde abarbeiten. Damit erreichen 60 Loadrunner bereits Leistungsbereiche von klassischen Sortiersystemen.

Links:

www.iml.fraunhofer.de

Dank Künstlicher Intelligenz koordinieren sich die Loadrunner derart, dass sie gemeinsam Lasten transportieren können, ohne dass diese herunterfallen. Ein weiterer großer Vorteil des Transportfahrzeugs besteht darin, dass es im Gegensatz zu den konventionellen Sortiersystemen wesentlich weniger fest installierte Infrastruktur benötigt und sich schneller in Betrieb nehmen lässt. Bild: IML

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