BMWK fördert klimafreundliche Stahlproduktion
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erteilt am vergangenen Freitag einen Zuwendungsbescheid über rund 880.000 Euro an das Dekarbonisierungsprojekt „EVAGMH“ der Georgsmarienhütte (GMH).
Damit wird im BMWK erstmals ein Vorhaben zur Dekarbonisierung der Stahlverarbeitung gefördert. In dem Projekt wird eine Anlage errichtet, welche die Wärmebehandlung des Stahls von Erdgas auf den direkten Einsatz von grünem Strom umstellt.
Das Vorhaben ersetzt damit nicht nur einen großen Verursacher von CO2-Emissionen am Standort Georgsmarienhütte (Niedersachsen) – das neue Verfahren kann darüber hinaus auch auf viele weitere Projekte in der Stahlindustrie übertragen werden. Es trägt direkt zur Reduktion der Abhängigkeit von Erdgasimporten bei. Die Förderung erfolgt im Förderprogramm „Dekarbonisierung in der Industrie“.
Im geförderten Projekt wird der Stahlhersteller GMH eine induktive Einzelstabvergütungsanlage zur Behandlung von Stabstahl errichten und Mitte 2023 in Betrieb nehmen. In dem energieintensiven Vergüteverfahren wird das Metall einer Wärmebehandlung ausgesetzt, abgekühlt und wieder erwärmt, um es besonders widerstandsfähig zu machen.
Der herkömmliche Vergütungsprozess, bei dem der Ofen mit Erdgas befeuert wird und bei dem großen Mengen an Treibhausgasemissionen entstehen, wird nun auf einen mit Ökostrom betriebenen Vergütungsofen umgestellt. Dadurch fallen Abgase weg und der energetische Wirkungsgrad wird gesteigert.
Allein an diesem Standort können jährlich etwa 2.800 Tonnen CO2 vermieden werden. Diese Dekarbonisierungsmethode des Wärmebehandlungsprozesses ist grundsätzlich auf die gesamte Stahlindustrie übertagbar: Die großtechnische Anlage kann nach erfolgreichem Start so nicht nur in der eigenen Elektrostahl-Unternehmensgruppe, sondern auch in sämtlichen metallverarbeitenden Firmen verbaut werden.
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