Ergonomische Industriearbeitsplätze …
… sind mehr ein höhenverstellbarer Arbeitstisch und verstellbare Stühle. Allerdings fehlt ein ganzheitlicher Ansatz oft, so eine aktuelle Studie.
Die neue Studie von Item Industrietechnik ergab, dass die Mehrzahl der Befragten in der manuellen Produktion auf verhältnisergonomische Lösungen setzen. Allerdings wird das Thema Ergonomie meist mit dem Einsatz höhenverstellbarer Arbeitstische und verstellbarer Stühle abgehakt – der ganzheitliche Ansatz fehlt oft.
Die Umfrage unter 153 Teilnehmern aus Unternehmen mit manueller Produktion zeigt ein eindeutiges Ergebnis: 83 Prozent der Befragten verfügen bereits über ergonomische Industriearbeitsplätze. Allerdings wird das Thema Ergonomie meist nur auf zwei Bereiche beschränkt: 76 Prozent der Studienteilnehmer verwenden verstellbare Arbeitsstühle, 75 Prozent höhenverstellbare Arbeitstische.
Hebehilfen kommen bei 59 Prozent der Befragten zum Einsatz, auf die perfekte Beleuchtung achten noch 55 Prozent, aber weitere Komponenten, wie Fußmatten, Systeme zur Greifraumoptimierung, Fußstützen oder Armstützen, spielen eine untergeordnete Rolle. Dabei ist es essenziell, zahlreiche ineinandergreifende Maßnahmen durchzuführen und auch die persönlichen Anforderungen der Mitarbeiter an die Produktionsumgebung zu berücksichtigen.
Hat sich ein Unternehmen für ergonomische Arbeitsplätze entschieden, gilt es, einige Punkte bei der Implementierung zu beachten, um so die größtmögliche Akzeptanz bei den Mitarbeitern zu gewährleisten und die Vorteile der Systeme optimal nutzen zu können.
Grundsätzlich sollte der Einsatz ergonomischer Arbeitsplatzsysteme als strategische Entscheidung des gesamten Unternehmens gesehen werden: Alle Hierarchieebenen müssen Sinn und Nutzen der Maßnahme verstehen. Dabei ist es essenziell, die Mitarbeiter von Beginn an einzubinden.
Bereits bei einem Viertel der Studienteilnehmer sind die Mitarbeiter in der manuellen Produktion aktiv an der Auswahl von Anbietern und Lösungen im Bereich Ergonomie beteiligt. Tragen sie die Entscheidung mit, sind sie motivierter und stehen Umstrukturierungen des Arbeitsplatzes nicht mehr skeptisch gegenüber.
Erfolgversprechend ist auch der Einsatz sogenannter Egoscouts: Einzelne Mitarbeiter werden gezielt geschult, weisen ihre Kollegen in die neuen Arbeitsplatzsysteme ein und helfen bei der korrekten Anwendung.
Ist ein ganzheitliches Ergonomiekonzept vorhanden und werden die Mitarbeiter aktiv eingebunden, profitieren Unternehmen stärker von den Vorteilen der verhältnisergonomischen Lösungen: Die Beschäftigten arbeiten motivierter und konzentrierter, machen weniger Fehler und sind seltener krank. Die Verbesserung des Arbeitsumfeldes wirkt sich direkt auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus. Fluktuation lässt sich reduzieren und die Arbeitseffizienz steigt.
Links:
https://welcome.item24.de/studie-ergonomie-am-industriearbeitsplatz
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