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App entlarvt Fälschungen

von am 24. Januar, 2018

Die AEM-Anhaltische Elektromotorenwerk Dessau GmbH verlässt sich schon seit Jahren auf Lösungen von SKF. Umso mehr wunderten sich die Techniker, dass ein neues Generator-Lager nach nur einer Stunde Testlauf erhebliche Geräusche entwickelte… 

Das Dessauer Unternehmen hat in diesem Fall die dringend benötigten Lager von einem nicht autorisierten Händler in der Nähe bezogen. Die Folgen davon bekam Dietmar Kohn, Kundenbetreuer für AEM bei SKF in Leipzig, schon wenig später zu hören: „Der Kunde war ziemlich verärgert darüber, dass eines der frisch erworbenen Lager erhebliche Probleme bereitete, ausgerechnet an einem der leistungsfähigsten Generatoren von AEM.“

Um der Sache auf den Grund zu gehen, nahm Kohn diverse Vor-Ort-Recherchen auf. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass der Händler, bei dem AEM eingekauft hatte, die angeblichen SKF Lager in China beschafft hatte.

Kohn sah sich das „streikende“ Großlager genauer an. Dieses war schon in einem Generator verbaut, der für ein armenisches Wasserkraftwerk bestimmt war. Um die Echtheit zu prüfen, nutzte Kohn die SKF Authenticate App.

Mit deren Hilfe kann man Fotos des Lagers (mit möglichst gut leserlichen Markierungen; idealerweise auch mit Bildern der Verpackung; samt Angabe der Bezugsquelle) an entsprechende Experten von SKF übermitteln. Nach Sichtung des Materials bestätigte das SKF Brand Protection Team den Verdacht, dass es sich um eine Fälschung handelte.

Tatsächlich wurden, neben dem bereits installierten Lager, noch vier weitere an AEM gelieferte Exemplare als gefälscht identifiziert.

Links:

www.skf.de

„Leider sehen manche Fälschungen so täuschend echt aus, dass sie für ungeübte Augen kaum von unseren Originalen zu unterscheiden sind“, weiß Nadine Korell, bei SKF in Schweinfurt zuständig für Markenschutz und Vertriebsentwicklung. Bild: SKF

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