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CO2-freie Wärme für ein ganzes Dorf

von am 16. März, 2020

Anfang März nahm Enertrag den Windwärmespeicher im Brandenburger Energiedorf Nechlin in Betrieb. Statt die Windenergieanlagen im benachbarten Windfeld abzuschalten, wird hier der erneuerbare Strom, der an besonders windigen Tagen entsteht und nicht in das Stromnetz eingespeist werden kann, zur Erhitzung des Wassers im Windwärmespeicher genutzt. Das Nahwärmenetz transportiert diese Wärme in die Häuser und kann so alte Öl- und Gasheizungen ablösen.

Bei Nechlin erzeugen 17 Windenergieanlagen jährlich etwa 70 Millionen Kilowattstunden CO2-freien Strom. An besonders windreichen Tagen wird aber mehr Energie erzeugt als eingespeist werden kann, so dass die Anlagen vom Netzbetreiber mehrmals monatlich abgeregelt werden. Insgesamt bleiben bis zu 5 Prozent des Windstroms durch Abregelungen ungenutzt.

Wie der Windwärmespeicher in Nechlin zeigt, kann dieser Strom aber sinnvoll vor Ort zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Denn die Windenergieanlagen werden besonders häufig im Winter abgeschaltet, wenn die Heizungen in den Häusern am meisten Wärme bereitstellen müssen.

Sobald bei starkem Wind die Anlagen bei Nechlin abgeschaltet werden, springen die Heizstäbe im Windwärmespeicher automatisch an. Das Windfeld ist direkt über ein Stromkabel mit dem Speicher verbunden. Dort wird mit Heizspiralen rund eine Million Liter Wasser auf bis zu 93 Grad Celsius erwärmt.

Bei Bedarf wird das Warmwasser dann in das örtliche Nahwärmenetz abgegeben. Bei starkem Wind benötigt der Speicher nur wenige Stunden zum Aufheizen und kann das Dorf bis zu zwei Wochen vollständig mit Wärme versorgen.

Links:

www.enertrag.com

Mit einem Windwärmespeicher wie in Nechlin können zukünftig zahlreiche Gemeinden und Städte mit erneuerbarer Wärme versorgt werden. Bild: Enertrag

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