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Das zahlt sich jetzt doppelt aus

von am 14. November, 2019
Klaeranlage_Versmold

Kommunale Klärwerke, die in effiziente Gebläse zur Belüftung ihrer biologischen Becken investieren, sparen Energie durch moderne Technik und können die Investition zudem gemäß der neuen Kommunalrichtlinie vom Bund fördern lassen. Wie Atlas Copco dabei unterstützen kann, erklären Lisa-Marie Grzeskowiak, Produktmanagerin für Niederdrucklösungen, und Karsten Decker, Energieberater von Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik in Essen.

Seit einem Jahr ist die neue Kommunalrichtlinie des BMU in Kraft. Der Bund gewährt seit dem 1. Januar 2019 Förderleistungen für Projekte kommunaler Unternehmen, die darauf zielen, den Klimaschutz zu unterstützen. Welche Lösungen hat Atlas Copco in diesem Zusammenhang zu bieten?

Lisa Grzeskowiak: Die neue Richtlinie ist für kommunale Kläranlagen besonders interessant, die ja bei der Abwasserbehandlung Druckluft benötigen, um ihre Klärbecken zu belüften. Betriebe, die jetzt in eine effizientere Drucklufterzeugung investieren, erhalten Zuschüsse vom Staat. Und Atlas Copco stellt die förderfähige Technik bereit.

Karsten Decker: Wir unterstützen auch schon einen Schritt vorher. Nämlich dabei, herauszufinden und zu dokumentieren, wie hoch die Energieeinsparungen durch die neuen Gebläse sein können.

Denn um eine Förderung zu beantragen, muss das Unternehmen zunächst eine Potenzialstudie einreichen. Diese muss aufzeigen, dass mit den beantragten Maßnahmen, also etwa dem Wechsel auf effizientere Gebläsetechnik, bestimmte Ziele erreicht werden.

Das klingt sinnvoll. Wie sieht denn die Unterstützung bei der Potenzialstudie konkret aus?

Karsten Decker: Wir können durch einen sogenannten AIRscan eine Potenzialstudie durchführen. Wer die Förderung in Anspruch nehmen will, muss ja ein Potenzial für Einsparungen nachweisen. Das Ziel kann etwa lauten, dass die Kläranlage mit der neuen Belüftungstechnik 25 Prozent ihrer darauf entfallenden Energie einspart.

Bestandteil des AIRscans ist die energetische Bewertung der Ist-Situation. Wir messen dabei den Energieverbrauch aller Gebläse und Kompressoren. Durch die Messung des benötigten Volumenstroms sowie des Systemdrucks analysieren wir die vorhandene Installation.

Auf der Grundlage dieser Messergebnisse ermitteln wir durch eine Simulation mit veränderter Kompressor- beziehungsweise Gebläsekonstellation das Einsparpotenzial in Euro und in Prozent der bisherigen Energiekosten.

Oder wir simulieren den Einsatz einer übergeordneten Steuerung. Auf dieser Grundlage können wir konkrete Optimierungsmaßnahmen nennen. Also, welche technischen Veränderungen am effizientesten sind und wie schnell sie sich bezahlt machen.

Welche technischen Maßnahmen sind hier zu nennen?

Lisa Grzeskowiak: Das kommt darauf an, wie die Kläranlage vorher aufgestellt ist. Auf der Maschinenseite gehen Anwender, die vorher mit Drehkolbengebläsen gearbeitet haben, mit unseren Schraubengebläsen einen beachtlichen Schritt in Richtung mehr Effizienz.

Der Unterschied zur Drehkolbentechnologie ist, dass bei den Schrauben das Verdichtungselement mit dem Motor durch ein Getriebe verbunden ist und dadurch deutlich effizienter arbeitet. Drehkolbengebläse arbeiten mit einem Riemenantrieb, der mit der Zeit ausleiern und abnutzen kann. Damit verliert er seine Effizienz und muss ausgetauscht werden.

Gibt es noch weitere Maßnahmen, neben moderneren Gebläsen, die entscheidend zur Effizienz von Kläranlagen beitragen?

Karsten Decker: Ja sicher. Großes Einsparpotenzial sehe ich auch noch im Leitungsnetz. Wenn Leckagen, ineffiziente Kupplungen oder zu kleine Durchmesser beseitigt werden, lässt sich jede Menge Energie einsparen – und damit viel für den Klimaschutz tun.

Bei höheren Drücken – jenseits der Belüftungs-Anwendungen in Kläranlagen – liegen auch höhere Druckluftaustrittstemperaturen vor; dann sollte man auch über die Installation einer Wärmerückgewinnung nachdenken, um die eingesetzte Energie zum Beispiel für die Heizung zurückzugewinnen.

Links:

www.atlascopco.de

Die neue Kommunalrichtlinie sichert kommunalen Kläranlagen für bestimmte Klimaschutz-Projekte Förderleistungen zu. Atlas Copco unterstützt Betreiber, die ihre Beckenbelüftung modernisieren wollen, mit Potenzialstudien und effizienter Gebläsetechnologie. Bild: Atlas Copco

 


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