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Glamox Leuchten im Reinraumtest

von am 8. August, 2019
Fraunhofer_Glamox

Glamox bietet spezielle Beleuchtungslösungen für Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen, lebensmittelverarbeitende Industriebetriebe sowie für Großküchen an. Hier gelten hohe Hygiene-Anforderungen. Entsprechend investierte das Unternehmen viel in die Entwicklung der Reinraumleuchten C65-S, C64-R und C63-R. Neben den Produktprüfungen der eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung setzt der norwegische Leuchtenhersteller auf das Qualitätsurteil des Fraunhofer IPA für Reinst- und Mikroproduktion.

„Wir können mehr als 40 verschiedene Tests anbieten, je nach Produkt und Anwendung. In unserer Datenbank haben wir über 2.100 geprüfte Reinraumprodukte aus den vergangenen zehn Jahren“, erklärt Dr. Frank Bürger, der seit 13 Jahren für das Fraunhofer IPA tätig ist.

Zwei Tests waren für die Reinraumleuchten von Glamox besonders wichtig: Der erste ist die Prüfung der Partikelfreisetzung, die nach ISO 14644-14 und ISO 14644-1 ausgeführt und eingestuft wird. Diese Prüfung wird im eigenen Reinraum vom Fraunhofer IPA durchgeführt, der mindestens zehn Mal reiner ist, als die Anforderungen an die Luftreinheit nach ISO Klasse 1.

Für die Luftreinheitsklasse ISO 1 dürfen nur zehn Partikel, die nicht größer als 0,1 Mikrometer sind (1 Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter), in einem Kubikmeter Luft vorhanden sein. Doch die Tatsache, dass ein Staubkorn in einer Halbleiterfertigungsanlage Mikrochips mit einem Wert in Millionenhöhe ruinieren kann, verdeutlicht, warum ein so hohes Maß an Reinheit erforderlich ist.

Die Prüfung der Partikelfreisetzung beginnt mit einer Lokalisierung der Partikelquellen, die umgangssprachlich als „Schnüffelei“ bezeichnet wird. Dies umfasst einen Partikelzähler, der Laser zur Messung der Größe und zur Zählung der luftgetragenen Partikel einsetzt. Der Zähler ist mit einem Messkopf versehen, der eine Ansaugkapazität von 28,3 Liter Luft pro Minute hat.

Der Mitarbeiter betrachtet die Leuchte von allen Seiten, um Punkte zu ermitteln, an denen sich Partikel ansammeln. Wenn eine geeignete Anzahl von Messpunkten festgestellt ist, werden dort Messköpfe an festen Positionen angebracht, an denen sie für einen Prüfzeitraum von 100 Minuten verbleiben.

Der zweite Test ist der Reinigbarkeitstest: Um die Reinigbarkeit der Leuchten zu bewerten, wird eine Mischung mit Riboflavin auf die Oberfläche der Leuchten gegeben. Die Kontamination ist fluoreszierend gelb gefärbt und unter UV-Licht klar zu erkennen. Die Kontamination wird anschließend durch einen reproduzierbaren Reinigungsprozess entfernt.

Für glatte Flächen wird ein Reinigungssimulator verwendet, um vergleichbare Resultate zu erzielen. Der Erfolg der Reinigungsprozedur wird auf der Grundlage des Vorhandenseins einer Restkontamination evaluiert.

Durch die Verwendung eines fluoreszierenden Pigments können Bereiche, die schwer zu reinigen sind, eindeutig visualisiert werden. Dieser Test wird nach dem VDMA-Merkblatt „Riboflavintest für keimarme oder sterile Verfahrenstechniken – Fluoreszenztest zur Prüfung der Reinigbarkeit“ durchgeführt.

Links:                          

www.glamox.de

Seit mehr als 30 Jahren ist das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in der Nähe der Universität Stuttgart das Zentrum für die Erforschung von reinen Umgebungen. Von Deckensystemen bis zu Robotern und Prozesswerkzeugen wird alles verschiedenen Reinraumtests unterzogen. Bild: Glamox

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