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Intelligente Datenbrille unterstützt die Fertigung

von am 11. September, 2019
DatenbrilleAugmentedReality

Ein Konsortium aus sechs Unternehmen und Institutionen unter Leitung von Siemens hat in den vergangenen drei Jahren zu AR in der Industrie geforscht. Ziel des Glass@Service genannten Projekts war es, intelligente Datenbrillen durch die Verbindung mit neuartigen Interaktionsmöglichkeiten wie beispielsweise Augen- und Gestensteuerung sowie mit innovativen IT-Dienstleistungen als personalisierte Informationssysteme einsetzen zu können.

Je nach Einsatzgebiet muss die Software des AR-Systems speziell auf die Anforderungen zugeschnitten sein. In der Logistik geht es vor allem darum, den Mitarbeitern mithilfe der tragbaren Endgeräte, Orientierungshilfen im Lager zu geben und die Produkte fehlerfrei zu identifizieren, zu markieren und im Warenwirtschaftssystem online zu bearbeiten.

Beim Umrüsten oder der Wartung von Maschinen kann die Datenbrille wertvolle Dienste leisten, indem sie jeden Arbeitsschritt über das Display einblendet und dabei den Mitarbeiter in der Bedienung von Maschinen unterstützt.

Mit sogenannten Eye-Tracking-Kameras werden die Augenbewegungen erfasst. So kann mit dem System durch bewusste Steuerung der Blickrichtung interagiert und zum Beispiel ein Datenblatt gescrollt oder virtuelle Buttons aktiviert werden.

Die in den Siemens-Werken untersuchten AR-Anwendungsmöglichkeiten werden in internen Projekten weiterverfolgt und sollen mittelfristig produktiv geschaltet werden. Um auf der Basis der bisherigen Erfahrungen weitere Einsatzgebiete von Augmented Reality in Fertigung und Service untersuchen zu können, sollen künftig weitere Forschungsvorhaben folgen.

Neben Siemens waren am Forschungsprojekt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP Dresden sowie die Firmen Dioptic GmbH, Ubimax GmbH und Uvex Arbeitsschutz GmbH beteiligt. Glass@Service wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Links:

www.siemens.de

Die Praxistests fanden im Siemens Elektronikwerk Amberg und am Fertigungsstandort Fürth statt. Bild: Siemens

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