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Jahrescheck bringt Sicherheit

von am 6. September, 2019
Gefahrenstelle

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet Betreiber von Maschinen und Anlagen die hydraulischen Leitungsbauteile mindesten einmal im Jahr visuell zu inspizieren und das regelgerecht zu dokumentieren. Missachtet der Maschinenbetreiber diese Sorgfaltspflicht, haftet er für den Schaden.

Die Technische Regel für Betriebssicherheit 1203 legt fest, dass der jährliche Sicherheitscheck nur von einer qualifizierten, „Zur Prüfung befähigte Person“, durchführt werden darf.

Nicht zu unterschätzen ist auch die wirtschaftliche Komponente des geforderten Jahrescheck für die Hydraulik. Da hierbei auch undichte und schadhafte Stellen lange vor Eintritt eines Schadens entdeckt werden, lassen sich ungeplante und teure Maschinenstillstände verhindern.

Die jährliche Überprüfung muss regelkonform, inklusive Checklisten und Prüfprotokolle, durchgeführt und dokumentiert werden. Ein einfaches Häkchen machen oder ein Feld „Hydraulik ok“, ist nicht ausreichend und auch nicht rechtskonform.

Grundvoraussetzung für die Qualifikation der zur Prüfung befähigten Person ist nach BetrSichV eine abgeschlossene technische Berufsausbildung, eine einschlägige Berufserfahrung im Zusammenhang mit hydraulischen Anlagen und die zeitnahe berufliche Tätigkeit, die auch eine ausreichende Kenntnis der hydraulischen Anlagen und die Bestimmungen des Arbeitsschutzes einschließt.

Die Qualifizierung erfolgt bei Seminarveranstaltern, wie jene der Internationalen Hydraulik Akademie in Dresden, die speziell ausgearbeitete Fachseminare hierfür anbieten.

Links:

www.hydraulik-akademie.de

In der Praxis wird immer wieder versäumt, die regelmäßige Weiterbildung der zur Prüfung befähigten Person sicherzustellen. Hierzu ist der Maschinenbetreiber ebenfalls verpflichtet. Bild: Helmut Winkler

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