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Wie sieht die Hallenbeheizung der Zukunft aus?

von am 7. April, 2020

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Forschungsprojekt InfraEff von TU Kaiserslautern und Kübler Ludwigshafen, das dieser Frage nachgeht.

Hinter InfraEff verbirgt sich ein konkretes Ziel, nämlich die Entwicklung einer benutzeradaptierten und hybriden Infrarotheizung. Und es geht um die Integration regenerativer Energien. 30 Monate Laufzeit hat das großangelegte Projekt und einen Gesamtumfang von 1,031 Mio. Euro.

„Wir planen, durch das Projekt eine Energieeinsparung von 30 Prozent zu erreichen“, erklärt Dr. Jens Findeisen von Kübler. Die Zahlen sind allerdings eine konservative Schätzung, darüber sind sich beide Projektpartner einig.

Die Expertise von Kübler auf dem Gebiet Infrarotheizung ist für das Team um die Professoren Dr. rer. nat. Svenja Carrigan und Prof. Dr. rer. nat. Oliver Kornadt sowie ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dipl.-Ing. Marco Hartner im Fachgebiet Bauphysik der TU Kaiserslautern (Fachbereich Bauingenieurwesen) eine wichtige Ergänzung zum eigenen Know-how. Der Fachbereich hat bereits große Erfahrungen mit Projekten zu den Themen Niedrigst-Energie-Hallen und Thermischer Komfort.

„Unser Wissen aus den Bereichen Büro- und Wohngebäude darum, welche Bedingungen Menschen als behaglich empfinden, wollen wir auf Hallen übertragen. Und dies bei gleichzeitig erhöhter Energieeffizienz“, formuliert Kornadt ein Teilziel des Forschungsprojektes. Aber es geht um mehr: „InfraEff zielt darauf, mit einem völlig neuen Konzept nur die Hallenzonen zu heizen, die gebraucht werden. Das große Volumen des Projektes erlaubt, verschiedene Ansätze zu berühren. Dies ist unglaublich spannend und vor allem: dies ist praxisrelevant.“

Das Projekt legt einen Schwerpunkt auf die Kombination gasbetriebener Infrarotsysteme mit erneuerbaren Energien. Svenja Carrigan, Professorin am Lehrstuhl für Bauphysik an der TU Kaiserslautern erklärt: „Fakt ist, dass wir derzeit auf fossile Brennstoffe, wie Erdgas, angewiesen sind. Auch wenn wir uns einig sind, dass der Fokus für die Zukunft in erneuerbaren Energien liegen wird, so ist ein Anliegen des Projekts aufzuzeigen, wann der Einsatz fossiler Brennstoffe sinnvoller und effizienter ist, als andere Energiequellen.“

Links:

www.kuebler-hallenheizungen.de

Am 13. März trafen sich die Kooperationspartner zum Startschuss in Ludwigshafen. Bild: Kübler

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