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Wisag restauriert historischen Raupendrehkran

von am 10. Dezember, 2019

Der 56 Jahre alte Raupendrehkran der Rügenschen Bäderbahn bekam in diesem Jahr eine Rundumerneuerung. Die Wisag Industrie Service Gruppe übernahm die Restaurierung des DDR-Modells RK3/1, das auf Rügen für die Bekohlung der Dampflokomotiven „Rasender Roland“ zuständig ist.

Im Frühjahr begann das Team von Wisag mit der Verlagerung des Krans von Rügen in die eigene Werkstatt nach Wernigerode, in der die Restaurierung rund fünf Monate stattfand.

„Bereits der Abtransport war anspruchsvoll“, erklärt Christoph Dannenberg, Niederlassungsbereichsleiter bei der Wisag Produktionsservice in Salzgitter. Der RK3/1 Kran musste nämlich ohne Kanzel auf einen Tieflader.

„Da er sonst zu hoch für die Beförderung gewesen wäre, haben wir vorab die Steuerkanzel demontiert. Um den Kran dann weiterhin bedienen zu können, haben wir eine provisorische Fernbedienung gebaut. So konnte der Kran eigenständig auf den Tieflader, später dann auch wieder runter und sogar bis in die Werkstatt in Wernigerode fahren“, so Dannenberg.

Komplett in alle Einzelteile zerlegt, wurden sämtliche mechanische Bauteile, Getriebe und die Elektromotoren aufgearbeitet, Elektrik und Farbe erneuert sowie Sicherheitseinrichtungen und eine neue Steuerung installiert. Damit der Kran eine größere Hubhöhe erreicht, haben die Experten zusätzlich eine Drehkranzerhöhung eingebaut.

Im Zuge der Modernisierung haben die Fachleute des Industriedienstleisters die Baggerschaufel etwas verschmälert, damit sie besser in den Kohletender der Dampflok passt. So kann auf einen gesonderten Trichter verzichtet werden und beim Beladen fällt weniger Kohle daneben.

Links:

www.wisag.de

„Die Dekra hat den Kran auf Herz und Nieren getestet, die geforderten Nachweise und Dokumente überprüft und das Fahrzeug ohne Beanstandungen abgenommen“, so Holland. „Wer demnächst auf Rügen unterwegs ist, kann ihn auf dem Bahnhof Putbus bewundern.“ Bild: Wisag

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