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Zug um Zug

von am 8. September, 2020

Wie automatisierte Routenzugsysteme die Effizienz, Ergonomie und Wertschöpfung sichern

Seit der Jahrtausendwende steht der Begriff des Routenzugssystems in europäischen und deutschen Fachkreisen für schlanke Prozesse und eine getaktete innerbetriebliche Logistik. Die Funktionsweise geht zurück auf das Milkrun-Prinzip, das in den USA bereits in den 1960er Jahren die Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellte.

Wie der Milchmann allmorgendlich seine Runde fährt und dabei leere gegen volle Kannen tauscht, werden hierbei Produktionen mittels Schleppfahrzeugen zeit- und bedarfsgerecht mit Materialien versorgt. Im gleichen Zug erfolgt die Entsorgung von Materialien oder der Weitertransport von Teilprodukten.

Das Routenzugsystem entwickelt diesen Gedanken systematisch weiter. Dank Trolleys, die in am Schleppfahrzeug angehängte Rahmen geschoben werden, können flexibel und schnell gesamte Produktionslinien just in time oder just in sequence beliefert werden. Das perfekte Zusammenspiel von Trolley und Rahmen ist hierbei ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.

Neben der effizienten und prozesssicheren Materialver- und -entsorgung profitieren Unternehmen auch hinsichtlich Produktivitätssteigerung, Kostenoptimierung und Produktionsindividualität. Die zyklisch getaktete Versorgung über eine gleichbleibende Route sorgt zusätzlich für Sicherheit, innerbetriebliche Verkehrsberuhigung sowie Arbeitsergonomie.

2008 entwickelte Still mit BMW den Liftrunner und stellten damit in Deutschland die Weichen für die staplerlose Produktionsversorgung nach Lean-Prinzipien. Dieses Routenzugsystem stellte die Basis für alle Weiterentwicklungen der vergangenen zehn Jahre dar.

Links:

www.still.de/100

Insbesondere teil- oder vollautomatisierte Routenzüge übernehmen die Produktionsversorgung und das Lastenhandling, unterstützt durch modernste Technologien der Navigation und Steuerung. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Flexible und perfekt synchronisierte Produktionsversorgung, optimierte Materialbestände, Fehler- und Unfallminimierung sowie bedarfsgerechter Personaleinsatz sind nur einige davon. Bild: Still

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