Jedes vierte Notstromaggregat hat wesentliche Mängel
Notstromaggregate sichern im Fall eines Stromausfalls die Energieversorgung in Gebäuden oder öffentlichen Schutzräumen. Doch im Jahr 2021 ist gut jede vierte Anlage in prüfpflichtigen Gebäuden wie Krankenhäusern, Schulen, Hochhäusern oder Shopping-Malls mit „wesentlichen Mängeln“ von den TÜV-Sachverständigen beanstandet worden (26,4 Prozent). Weitere 42,1 Prozent wiesen „geringfügige Mängel“ auf. Nur 31,5 Prozent waren „mängelfrei“.
Das sind Ergebnisse des „Baurechtsreports 2022“, der jährlich vom TÜV-Verband herausgegeben wird. Im Jahr 2021 sind von den TÜV-Sachverständigen in Deutschland insgesamt 4.300 Sicherheitsstromversorgungsanlagen geprüft worden. Sie werden in der Regel mit Diesel betrieben oder verfügen über leistungsstarke Batterien.
„Engpässe bei der Energieversorgung, Cyberangriffe auf Netzbetreiber und immer wieder extreme Wetterereignisse wie Flutwellen oder schwere Stürme infolge der Klimakrise – die Gefahr von Stromausfällen nimmt enorm zu“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, bei der Vorstellung des Baurechtsreports.
Umso wichtiger sei es, dass Notstromaggregate in Kliniken, großen Wohn- und Geschäftshäusern, Einkaufzentren oder anderen Gebäuden zuverlässig funktionieren. „Die Gefahr von Ausfällen bei der Energieversorgung ist wegen des Konflikts mit Russland sehr real“, so Bühler. „Die Betreiber der Anlagen sollten vor dem kommenden Winter sicherstellen, dass ihre Notstromaggregate gut in Schuss sind.“
Notstromanlagen sind aber auch eine wichtige Komponente des Brandschutzes. Fällt der Strom wegen eines Feuers aus, versorgen sie Lüftungs- und Alarmierungsanlagen oder den Rauchabzug mit Energie.
Tipp: Zur Eigenwartung sollten Notstromaggregate einmal im Jahr getestet werden. Dadurch wird ihre Funktionsfähigkeit sichergestellt und die Anlage beansprucht. Wie bei anderen Motoren kann es nach längeren Ruhezeiten sonst zu Ausfällen und Startschwierigkeiten kommen.
Zudem sollten Vorrats- und Tagesverbrauchtank immer genügend gefüllt sein. Besonders beim Vorratstank sollte der Kraftstoff regelmäßig geprüft werden. Im Gegensatz zu Benzin, das sich viele Jahre hält, ist die Haltbarkeit von Diesel mit ungefähr sechs Monaten relativ gering.
Links:
https://www.tuev-verband.de/presse/publikationen/reporte/baurechts-report
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