Neue B&I: 3D-Druck von Ersatzteilen
Ein virtuelles Warenlager senkt die Lieferkosten, verkürzt die Lieferzeiten und schont die Umwelt. Wie das geht, zeigt exemplarisch DB Schenker mit seinem 3D-Druck-Angebot. Besonders Ersatzteile, die eher selten benötigt werden, sowie Teile, die aufgrund hoher Mindestabnahmemengen in großer Anzahl eingelagert werden müssen, eignen sich dafür. Die virtuelle Einlagerung der Teile erfolgt dabei durch das sichere Hochladen der 3D-Baupläne in der Cloud. Wie insbesondere die Instandhaltung von dieser Technik profitiert, das beschreibt die Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe der B&I, die heute erscheint.
Was der 3D-Druck in der Ersatzteilversorgung bedeutet, zeigt das Beispiel der Deutschen Bahn. Das 100.000ste Teil aus dem Drucker bei der Bahn war nämlich ein Getriebegehäuse für Rangierlokomotiven. Mit knapp einem Kubikmeter Volumen und einem Gewicht von 570 Kilogramm ist es zugleich das größte und schwerste 3D-Druck-Teil, das der Konzern nutzt.
Das Ersatzteil ist für den Betrieb einer bestimmten Rangierlok-Serie unverzichtbar – ohne das Getriebegehäuse steht das Fahrzeug still. So profitieren perspektivisch rund 370 Loks von der Geschwindigkeit des neuen Verfahrens, können schneller repariert und wieder im Rangierbetrieb eingesetzt werden. Auf dem herkömmlichen Beschaffungsweg wäre das Teil vom Lok-Hersteller nur mit langen Lieferzeiten von durchschnittlich zehn Monaten erhältlich gewesen.
Das neue Getriebegehäuse wird im indirekten 3D-Druckverfahren mittels Binder-Jetting hergestellt. Dabei wird ein pulverförmiges Ausgangsmaterial mit einem flüssigen Bindemittel zu der Form verbunden, in die das Getriebegehäuse später gegossen wird. Das Getriebegehäuse ist Teil des digitalen Warenlagers, das die DB kontinuierlich ausbaut.
Auf Binder-Jetting setzt man übrigens auch bei Volkswagen, allerdings nicht in der Ersatzteilversorgung, sondern in der Produktion – und das aus guten Gründen. Wird beim herkömmlichen 3D-Druck von einem Laser aus metallenem Pulver Schicht für Schicht ein Bauteil aufgebaut, erledigt das beim Binder-Jetting-Verfahren ein Klebstoff. Bei Volkswagen wird das so entstandene Bauteil anschließend erhitzt und zu einem metallischen Teil geformt. Mehr zum 3D-Druck finden Sie in der aktuellen Ausgabe der B&I.
Nicht verpassend sollten Sie auch die zahlreichen anderen Reportagen und Fachbeiträge, wie zum Beispiel der Artikel auf Seite 11 mit der Überschrift „Mit fotorealistischen digitalen Zwillingen dem Fachkräftemangel in der Instandhaltung trotzen“. Die hier vorgestellte Lösung, die ähnlich wie Google Street View funktioniert, ermöglicht ein intuitives Wissensmanagement und ist einfach zu nutzen.
Im Bereich der Zustandsüberwachung geht es in der aktuellen Ausgabe um große Bauwerke, nämlich um das Monitoring von Tunnel und Brücken. Brücken sind ständig der Witterung, starker Belastung und Bewegung ausgesetzt. Auch unter der Erde, beispielsweise in Tunnelgewölben, ist ein genaues Monitoring unabdingbar, um hier wie da eventuelle Deformationen und Schäden frühzeitig festzustellen. Mit Laser-Distanzsensoren lässt sich die Strukturüberwachung unter und über der Erde praxisnah umsetzen.
Wenn Sie nun Lust haben, die druckfrische Ausgabe zu lesen, dann fordern Sie kostenfrei und unverbindlich eine Printausgabe zum Probelesen an. Alternativ können Sie über unsere Webseite die komplette Ausgabe auf dem Bildschirm lesen.
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