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Rotorblattinspektion per Drohne

von am 20. September, 2021

Blitze sind ein Risiko für Windkraftanlagen. Deshalb ist die Blitzschutzprüfung ein wesentlicher Bestandteil bei der Inspektion. Seit März 2021 dürfen in Deutschland bei der Prüfung auch alternative Prüfmethoden zum Einsatz kommen.

Enertrag Betrieb hat ein neues Verfahren zur Blitzschutzprüfung entwickelt. Mit einer intermittierenden Wechselspannung von bis zu 6.000 Volt, die der Realität eines Blitzeinschlages wesentlich näherkommt als bisherige Messungen mit nur 24 Volt, wird die Spannung in das Blitzschutzsystem an der Rotorblattwurzel der Windenergieanlage eingespeist, das dann ein intermittierendes elektrisches Feld um das Blatt erzeugt.

Wird das elektrische Feld im Bereich der Blattspitze erfasst, ist das Blitzschutzsystem funktionsfähig. Erreicht das elektrische Feld die Blattspitze nicht, deutet dies auf eine Beschädigung des Blitzschutzsystems hin. Die Beschädigung befindet sich dort, wo das elektrische Feld in Richtung Blattspitze endet.

Das Messgerät wird auf der autonomen Drohne zur Blattinspektion montiert und die Ergebnisse in die 3DX Blade Plattform übertragen. Die Entwicklung des Prototyps und dessen Testphase sind abgeschlossen und die Machbarkeit in einer kürzlich durchgeführten Studie nachgewiesen.

Die Auswertung des Bildmaterials erfolgt nach einer ersten auf künstlicher Intelligenz (KI) basierten Analyse der Bilder, anschließend übernehmen die Rotorblattexperten. Sie klassifizieren die Mängel und liefern dem Anlagenbetreiber einen detaillierten Inspektionsbericht mit aussagekräftigen Handlungsempfehlungen.

Links:

www.sulzerschmid.com

https://betrieb.enertrag.com

Die neue Dienstleistung wird ab Januar 2022 auf dem deutschen Markt angeboten. Bild: Enertrag Betrieb

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