Daten für das Procurement clever nutzen
Wie KI die Beschaffung transformiert
„Viele Unternehmen besitzen bereits eine enorme Menge an internen Daten: Qualitäts-berichte, Lieferantenbewertungen, technische Spezifikationen und Projekthistorien. Oft liegen diese Daten jedoch unstrukturiert und ungenutzt vor“, sagt Christopher Walzel, Co-Founder bei Facturee. „Mit KI lassen sich Muster erkennen und aus vermeintlich unzusammenhängenden Daten präzise Erkenntnisse ableiten. Lieferantenprofile können erstellt und bewertet werden, indem historische Daten zu erfolgreichen Projekten, Fertigungsqualität und Termintreue ausgewertet werden.“
Ein besonders vielversprechender Ansatz ist die automatisierte Analyse von CAD-Zeichnungen zur Risikofrüherkennung. KI-basierte Systeme sind in der Lage, nicht nur offensichtliche, sondern auch kleinste Details und potenzielle Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren. Dadurch lassen sich Risiken bereits in der Angebotsphase erkennen und geeignete Maßnahmen treffen – lange bevor es zu Problemen in der Produktion kommt. KI prüft automatisiert technische Machbarkeit, Materialanforderungen, Toleranzen sowie historische Leistungsdaten potenzieller Lieferanten.
Die Stärke von KI liegt in der präzisen Analyse großer Datenmengen. Sie ist damit in der Lage, für spezifische Anforderungen nicht nur geeignete, sondern optimal passende Lieferanten zu identifizieren.
Systeme, die kontinuierlich gepflegte Datenbanken mit hunderttausenden Datenpunkten pro Lieferant nutzen, ermöglichen ein intelligentes Matching. Dieses Verfahren garantiert nicht nur eine deutlich reduzierte Fehlerquote, sondern auch erhebliche Einsparungen in Zeit und Aufwand. Zudem lässt sich somit der beste Preis für die jeweilige Anforderung identifizieren.
Facturee zeigt, wie es funktioniert: Der Digital Procurement-Spezialist nutzt KI-gestützte Matching-Algorithmen und wertet dabei mehr als 600.000 Datenpunkte pro Lieferant sowie CAD-, Qualitäts- und Leistungsdaten aus. Schon im Angebotsprozess erzeugt das System für den jeweiligen Kunden eine belastbare Preisindikation, ohne dass sensible Kundendaten weitergegeben werden; erst nach der finalen Entscheidung werden notwendige Details anonymisiert an den ausgewählten Partner übermittelt. Parallel prüft die KI technische Machbarkeit, Materialanforderungen und Toleranzen und erkennt potenzielle Risiken frühzeitig.
Einkäufer profitieren dadurch in vielerlei Hinsicht: Sie erhalten verlässliche Preise bereits im Angebotsprozess, was Angebots- und Vergabezyklen verkürzt und sonst oftmals sehr hohe Abstimmungsaufwände deutlich reduziert. Die objektive, qualitätsbasierte Vorauswahl minimiert Fehlentscheidungen und Nacharbeit.
Zudem verringern sich Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten und die Resilienz der Zulieferkette steigt, denn Facturee übernimmt den gesamten Sourcing-Prozess und sucht mit KI-Unterstützung sowie internen Experten immer die ideale Lösung aus Preis, Lieferzeit und Qualität für die jeweilige Anfrage. Die zentrale, digitale Abwicklung durch Facturee beschleunigt die Time-to-Market beim Kunden.
„Mit dem gezielten Einsatz von KI in der Beschaffung von Zeichnungsteilen adressieren wir die Herausforderungen komplexer Märkte. Vermutungen werden dabei durch Fakten ersetzt: Welche Partner erfüllen die Toleranzen, wer lieferte pünktlich ähnliche Teile – und zu welchem Preis? Die Beschaffung ist einfach viel zuverlässiger und leistungsfähiger“, sagt Christopher Walzel.
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