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Sandhausen setzt auf Nahwärmeversorger

von am 7. August, 2026

Die Gemeinde Sandhausen und Engie Deutschland modernisieren gemeinsam die Nahwärmeversorgung. Im Rahmen eines 25-jährigen Energieliefer-Contractings soll das bestehende Wärmenetz schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Die Dekarbonisierung erfolgt in mehreren Ausbaustufen bis 2040.

Zum 1. August 2026 übernahm Engie Deutschland die Nahwärmeversorgung für das Schulzentrum, den Kindergarten Wirbelwind sowie die Quartiere „Große Mühllach I+II“ in Sandhausen. Der Vertrag läuft bis 2051 und umfasst den Betrieb, die Optimierung sowie die schrittweise Dekarbonisierung des bestehenden Wärmenetzes mit rund 300 Hausübergabestationen und einem jährlichen Wärmebedarf von etwa 6.000 MWh.

Zu Beginn erfolgt die Wärmeversorgung weiterhin auf Erdgasbasis. Im Jahr 2027 ist der Bau eines neuen Gas-Brennwertkessels sowie die Erstellung eines Transformationsplans vorgesehen. Bis 2030 soll eine Pelletkesselanlage rund 80 Prozent der Wärmeerzeugung übernehmen. Ergänzt wird das System durch einen Gas-Brennwertkessel zur Spitzenlastabdeckung sowie durch ein Blockheizkraftwerk für die Eigenstromversorgung.

Ab 2040 plant Engie Deutschland die Umstellung der gasbasierten Erzeuger auf Biomethan. Damit soll die Wärmeversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Nach Unternehmensangaben sinken die CO2-Emissionen dadurch von rund 1.068 Tonnen im Jahr 2026 auf etwa 310 Tonnen im Jahr 2030.

Engie übernimmt zudem die Betreuung der angeschlossenen Haushalte und stellt ein Kundenportal mit Verbrauchs- und Preisinformationen bereit. Im Verlauf der Vertragslaufzeit werden sämtliche Hausübergabestationen modernisiert, gewartet und mit fernauslesbaren Wärmemengenzählern ausgestattet.

Das Projekt soll über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) unterstützt werden. Nach Ablauf des Vertrags im Jahr 2051 gehen die Wärmeerzeugungsanlagen in das Eigentum der Gemeinde Sandhausen über.

Links:

www.engie-deutschland.de

Niklas Wiegand, Geschäftsführer der Engie Deutschland GmbH (l.), und Hakan Günes, Bürgermeister von Sandhausen, unterzeichnen den Vertrag über die Nahwärmeversorgung mit einer Laufzeit von 25 Jahren. Bild: Engie Deutschland

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