Ein starkes Trio
Wie Generative KI, Virtual Reality und Augmented Reality für mehr Wettbewerbsfähigkeit sorgen
Technologien wie generative Künstliche Intelligenz (KI), Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) entwickeln sich rasant. Auch für die produzierende Industrie eröffnen sich durch ihren Einsatz neue Anwendungsfelder entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Andreas Dangl, Experte für Computer-Aided Quality (CAQ), Technische Dokumentation sowie Transmittal Management bei Fabasoft Approve, erklärt, welche Vorteile diese Technologien auf Basis eines Daten- und Dokumentenmanagementsystems (DMS) für Industrieunternehmen bieten. Richtig integriert, heben sie das Qualitätsmanagement auf ein neues Level und ermöglichen effizientere sowie kostengünstigere Prozesse.
VR-Brillen versetzen beispielsweise Nutzer in die Lage, in eine komplett virtuelle 360-Grad-Umgebung einzutauchen und mit Gegenständen direkt zu interagieren. Im Unterschied dazu wird mittels AR-Technologie die Realität durch eingeblendete digitale Informationen wie Texte, Grafiken oder 3D-Objekte künstlich erweitert. Zum Einsatz kommen dafür AR-Brillen sowie Kameras und Displays auf Smartphones oder Tablets.
Produzierende Betriebe haben längst erkannt, dass sich mit immersiven 360-Grad-Umgebungen sowie der Visualisierung interaktiver Informationen Prozesse wie die Qualitätskontrolle optimieren lassen. Die Grundlage für die nötigen Anwendungen legt ein intelligentes DMS. Es verwaltet relevante Informationen an einer Stelle, sorgt für Aktualität sowie Sicherheit und dokumentiert alle Qualitätsprozesse. Aus den vorhandenen Inhalten wie Audio, Video, Text, Bilddaten oder sogar Code erstellt generative KI mittels maschinellem Lernen und Algorithmen dann neue Inhalte, etwa Analysen oder Visualisierungen.
Mit einem auf Industrie 4.0 spezialisierten DMS wie Approve on Fabasoft Proceco, das eine nahtlose VR- und AR-Integration ermöglicht, können Industriebetriebe das Potenzial von generativer KI, VR und AR nutzen. Es eröffnet ein breites Spektrum von wichtigen Anwendungsgebieten für das Qualitätsmanagement:
- Verbesserung der Produktentwicklung
Marktkenntnis und aktuelle Nachfragetrends sind bei der Produktentwicklung entscheidende Faktoren. Automatisierte Analysen mithilfe von generativer KI auf Basis von Datensätzen identifizieren diese Trends, sodass die Produktentwicklung angepasst werden kann.
- Virtuelle Qualitätskontrolle
Ins DMS integrierte Virtual- oder Augmented-Reality-Anwendungen ermöglichen eine virtuelle und interaktive Visualisierung von Produkten oder Anlagen und somit eine umfassende Qualitätskontrolle. Ein Anwendungsbeispiel ist die Prüfung eines Elektromotors. Ohne physisch vor Ort zu sein, kann der/die Prüfende den Motor virtuell begutachten, digitale Checklisten abarbeiten und sofort Optimierungsmaßnahmen ergreifen.
- Einsatz eines digitalen Zwillings
Mit einem DMS und generativer KI lassen sich digitale Zwillinge – also virtuelle Abbildungen – von Produkten, Anlagen oder Prozessen verwalten. Die Benutzer setzen diese digitalen Zwillinge in VR- oder AR-Anwendungen ein, um eine immersive oder erweiterte Darstellung von realen Objekten zu erhalten.
So wird es beispielsweise möglich, eine Produktionsmaschine aus der Ferne zu warten. Vor Ort vergleichen Mitarbeitende die Soll-Werte der virtuellen Maschine mit denen der realen und führen die notwendigen Maßnahmen durch.
- Bearbeitung von digitalen Checklisten
Ein intelligentes DMS bietet eine sichere Umgebung, um digitale Checklisten zu verwalten. Mitarbeitende in der Werkstatt oder im Wareneingang beispielsweise nutzen diese Checklisten und sehen auf dem Display ihrer AR-Brille Anweisungen oder Hilfestellungen.
Dies ermöglicht eine effiziente Durchführung der erforderlichen Qualitätsprüfungen. Notwendige Korrektur- oder Sofortmaßnahmen können bei Auftreten eines Mangels ebenfalls über digitale Workflows eingeleitet werden.
- Visualisierung von 3D-Modellen
In ein DMS integrierte VR- und AR-Anwendungen ermöglichen es, mit speziellen Brillen auf 3D-Modelle – etwa die CAD-Daten von Anlagen – zuzugreifen und sie in einer virtuellen oder erweiterten Realität zu visualisieren. In der Praxis können so einzelne Komponenten auf Schwachstellen oder Verbesserungspotenzial überprüft werden.
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