Recycling im Chemiepark
Das Recyclingunternehmen Matterr siedelt sich im Chemiepark Knapsack an. Geplant ist eine kleinindustrielle Depolymerisationsanlage, die komplexe PET-Abfälle wie Mischgewebe oder mehrschichtige Verpackungen verarbeitet. Nach der chemischen Rückführung in ihre Primärstoffe können diese in bestehenden Polyester-Produktionsanlagen eingesetzt werden. Fossile Rohstoffe sollen so vollständig ersetzt werden.
„Der Chemiepark Knapsack ist für uns der ideale Standort: Mit seinem klaren Fokus auf die Förderung der Kreislaufwirtschaft passt er hervorragend zu unserem Ansatz“, sagt Melanie Hackler, CEO von Matterr. „Gemeinsam mit Yncoris schaffen wir hier die Basis für eine zukunftsorientierte, kreislaufbasierte PET-Industrie unabhängig von fossilen Rohstoffen. Gleichzeitig wollen wir beweisen, dass unser Ansatz ökonomisch tragfähig ist und neue Maßstäbe für nachhaltige Lieferketten in diversen Industrien setzen kann.“
Der Chemiepark Knapsack richtet sich seit einigen Jahren verstärkt auf Recycling- und Kreislaufwirtschaft aus. Matterr ist bereits das dritte Unternehmen mit diesem Schwerpunkt. „Unser Plan war und ist es, im Chemiepark Knapsack Prozessanlagen anzusiedeln, die mit nachhaltigen Produktionen den Stoffverbund erhalten und die lokale Kreislaufwirtschaft stärken“, sagt Ralf Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Yncoris.
Neben Matterr sind auch andere Projekte am Standort entstanden: LyondellBasell baut ein Recycling- und Weiterverarbeitungszentrum für Kunststoffabfälle, Palurec recycelt seit 2021 Getränkekartons, und ein Ersatzbrennstoffkraftwerk liefert seit 2009 Dampf aus nicht verwertbaren Reststoffen für die Produktion.
Christoph Kappenhagen aus der Geschäftsleitung von Yncoris hebt die Bedeutung hervor: „Die Ansiedlung zeigt, dass wir an diesem traditionsreichen Standort niemals stehenbleiben, sondern die strategische Weiterentwicklung aktiv mitgestalten. Wir wollen den Menschen hier eine langfristige Perspektive bieten. Dazu setzen wir auf technologische Innovation und eine enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen im Chemiepark Knapsack.“
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