100 Jahre Almig Kompressoren
Seit mittlerweile 100 Jahren stellt die Firma Almig in Köngen Druckluftanlagen her. Schwäbischer Tüftlerdrang prägt das Unternehmen von Beginn an.
Adolf Ehmann gründete die Firma am 1. Oktober 1923. Inzwischen ist seine Werkstatt im baden-württembergischen Köngen zu einem Global Player herangewachsen und hat sich auf die Herstellung energiesparender und zuverlässiger Kompressoren spezialisiert. Zu Beginn bauten Ehmann und seine Mitarbeiter aber erst einmal Luftpumpen für Autoreifen und bedienten Automobilfirmen im Umland. In der Nachkriegszeit gewann die Pneumatik, also die Ausführung mechanischer Arbeit und Bewegung mithilfe von Druckluft, in der Industrie zusehends an Bedeutung. Kompressoren mussten mehr können und leisten.
Inzwischen liefert Almig Druckluftsysteme für alle Branchen weltweit. Energiesparkompressoren sind ein Schwerpunkt des Firmensortiments. So führte Almig bereits 1998 die sogenannte Drehzahlregelung ein. Drehzahlgeregelte Kompressoren können ihre Geschwindigkeit und so auch ihren Energieverbrauch je nach Druckluftbedarf verändern. „Der Leerlaufanteil, in dem der Kompressor keine Druckluft produziert, aber dennoch Strom verbraucht, wird damit drastisch reduziert“, erklärt Ralph Jeschabek, Head of Marketing bei Almig.
Zudem bietet das Unternehmen Möglichkeiten, wie sich die Wärme nutzen lässt, die bei der Erzeugung von Druckluft entsteht: beispielsweise zum Heizen von Räumen oder zur Erwärmung von Flüssigkeiten wie z.B. der Flaschenreinigung bei Getränkeherstellern. Das spart Geld und Ressourcen gleichermaßen. Ein weiteres Spezialgebiet sind ölfreie Kompressoren, die auf Wasser zur Schmierung und Kühlung setzen. 1992 brachte das Unternehmen seinen ersten ölfreien wassereingespritzten Schraubenkompressor auf den Markt.
Zudem entwickelt die Konstruktionsabteilung Kompressoren entsprechend der Anforderungen vor Ort. Besonders im Schienenverkehr, wo es jegliche Gefährdung auszuschließen gilt, sind ihre Anlagen gefragt. So werden unter anderem die Bremssysteme der Züge der Metro in Oslo, Bangkok oder München mit Kompressoren von Almig betrieben, die hohen Temperaturschwankungen und extremen Kräften standhalten.
Daneben kommen Kompressoren aus Köngen beispielsweise im Bergbau, bei Tunnelbohrmaschinen und in Kraftwerken, in der Textilbranche, bei der Holzbearbeitung und im Handwerk wie in der Großindustrie zum Einsatz – aber auch zur Kunstschneeproduktion an Skisprungschanzen oder in Schwimmbecken, um das Verletzungsrisiko für Turmspringer zu minimieren.
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