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International Federation of Robotics: Deutschland hält 41 % EU-Marktanteil

von am 25. September, 2026

Deutschland ist das führende Land für Industrie-Roboter in der EU: Das verarbeitende Gewerbe installierte 2025 insgesamt 24.800 neue Einheiten — das entspricht einem Marktanteil von 41 Prozent innerhalb der EU-27. Das zeigt der aktuelle World Robotics 2026 Jahresbericht der International Federation of Robotics (IFR).

Weltweit belegt Deutschland bei den jährlichen Installationen Rang fünf — hinter Korea, den USA, Japan und China. Zwischen 2020 und 2025 wuchsen die Installationen branchenübergreifend mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2 Prozent. Im Jahr 2025 ging der Absatz jedoch um 8 Prozent zurück, hauptsächlich wegen sinkender Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe.

Automobilindustrie bleibt größter Abnehmer — mit rückläufiger Nachfrage

Die deutsche Automobilindustrie installierte 5.800 neue Industrie-Roboter und hält damit einen Marktanteil von 23 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag dieser Anteil noch bei 40 Prozent. Deutschland zählt weltweit zu den vier größten Herstellern von Personenkraftwagen. Die metallverarbeitende Industrie installierte 5.300 Einheiten — ein Rückgang um 13 Prozent bei einem Marktanteil von 21 Prozent. Die chemische und Kunststoffindustrie folgt mit 3.000 installierten Einheiten, einem Rückgang von 5 Prozent und einem Marktanteil von 12 Prozent.

Produktion und Export von Industrierobotern stark rückläufig

Die Produktion von Industrierobotern in Deutschland sank 2025 um 24 Prozent auf 23.700 Einheiten. Neue Marktanbieter konnten die Einbußen nicht ausgleichen, die durch die Verlagerung auf dezentrale Produktion entstanden sind — eine Strategie, mit der Hersteller näher an lokalen Märkten produzieren wollen. Die Exporte gingen um 37 Prozent auf 15.100 Einheiten zurück. Neben der Produktionsverlagerung spielt die Rolle Deutschlands als europäische Vertriebszentrale internationaler Roboteranbieter eine wichtige Rolle: Die schwache Nachfrage in Europa drückt sowohl Re-Exporte als auch Importe in deutsche Vertriebszentren.

Links:

www.ifr.org

In Deutschland dürfte die Gesamtnachfrage nach Robotern 2026 erneut zurückgehen. Ab 2027 rechnen Experten einhellig wieder mit steigen Installationszahlen. Mit Blick auf das Wachstumspotenzial ist die Entwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vielversprechend. Der „Deutsche Mittelstand“, der die überwiegende Mehrheit des herstellenden Gewerbes ausmacht, kann von den flexibleren Automatisierungslösungen profitieren, die Roboterhersteller anbieten. Das Spektrum reicht von benutzerfreundlichen Robotern, die weniger Programmierkenntnisse erfordern, über kostengünstige Roboter bis hin zu „Robot-as-a-Service“-Geschäftsmodellen (RaaS), die die Gesamtbetriebskosten senken. Bild: IFR

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