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Druck- und Temperaturmessung im Wälzkontakt

von am 12. April, 2024

Die Messung von Druck und Temperatur spielt eine entscheidende Rolle in verschiedenen technischen Anwendungen von Wälzlagern über Verzahnungen bis hin zu Dichtungen. Vor allem für Messungen bei Mischreibung, d. h. dem gleichzeitigen Auftreten von Flüssigkeits- und Festkörperreibung, gab es bisher keine Lösungen. Auf der Hannover Messe zeigt das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST eine solche, nämlich einen neuen Dünnschicht-Multisensor, der Druck- und Temperaturmessungen auch unter Mischreibung und bei hohen Belastungen ermöglicht.

Der in Zusammenarbeit mit dem Institut für Maschinenkonstruktion (IMK) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelte innovative Dünnschicht-Multisensor wurde speziell für eine gleichzeitige und hochauflösende Druck- und Temperaturmessung in Wälzkontakten unter Mischreibung auch bei hohen Belastungen konzipiert.

Simulationen sowie zahlreiche Tests in Prüfständen bestätigen die Funktionalität und Verschleißbeständigkeit der Sensoren. Die in den Tests gewonnenen Messdaten tragen zu einem verbesserten Verständnis des Reibverhaltens der Wälzkontakte bei. Darüber hinaus erlauben sie eine kritische Bewertung und Verbesserung der Berechnungsmethoden, die zur Auslegung der Kontakte verwendet werden.

Die entwickelte Dünnschichtsensorik eignet sich für einen Einsatz auf Wälz- und Rollkontakten in Antriebseinheiten und weiteren Maschinenelementen. Zukünftig könnte die Sensorik auch zur Zustandsüberwachung und digitaler Instandhaltung in diesem Bereich eingesetzt werden.

Links:

www.ist.fraunhofer.de

Das Fraunhofer IST zeigt auf der Hannover Messe 2024 verschiedene Demonstratoren wie z. B. Wälzlagerscheiben und Zahnräder mit dem beschriebenen Dünnschicht-Multisensor. Bild: Fraunhofer IST

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