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Klebstoffe gezielter auswählen

von am 13. Oktober, 2026

Henkel bündelt Klebstoffe der Marken Loctite und Teroson in einer neuen Plattform, die Anwender bei der Auswahl geeigneter Lösungen unterstützen soll. Vier Kategorien orientieren sich an den Anforderungen der Verbindung. Neu im Portfolio sind zudem ein Sofortklebstoff und ein Primer für schwer zu verklebende Kunststoffe wie Polypropylen und Polyethylen.

Die Auswahl geeigneter Klebstoffe hängt unter anderem von den Werkstoffen, der Oberflächenvorbereitung, den mechanischen Belastungen und den Umgebungsbedingungen ab. Mit der neuen Plattform „Component Bonding“ will Henkel diesen Prozess für Hersteller, Instandhalter und Fahrzeugwerkstätten vereinfachen.

Statt von einer bestimmten Klebstoffchemie auszugehen, steht die Frage im Mittelpunkt, welche Anforderungen die Verbindung erfüllen muss. Dafür ordnet Henkel die Lösungen der Marken Loctite und Teroson vier Kategorien zu: „Schnell“ für kurze Prozesszeiten, „Stark“ für belastbare Verbindungen, „Elastisch“ zum Ausgleichen von Bewegungen und Spalten sowie „Special“ für besondere Anwendungsanforderungen.

Auch die Oberflächenvorbereitung ist Bestandteil der Plattform. Reinigungsprodukte und Primer sollen gemeinsam mit dem Klebstoff betrachtet werden, um die einzelnen Schritte des Klebeprozesses aufeinander abzustimmen.

Neue Lösungen

Mit der Plattform stellt Henkel zugleich zwei Produkte vor: den niedrigviskosen Sofortklebstoff Loctite 472 und den Polyolefin-Primer Loctite SF 772. Beide sind für Anwendungen mit schwer zu verklebenden Kunststoffen wie Polypropylen und Polyethylen sowie für Materialkombinationen, etwa Kunststoff-Metall-Verbindungen, vorgesehen.

Die geringe Oberflächenenergie dieser Kunststoffe erschwert eine zuverlässige Verklebung. Bisher kommen deshalb häufig zusätzliche Vorbehandlungen wie Flamm-, Plasma- oder Koronaverfahren zum Einsatz. Die Kombination aus Klebstoff und Primer soll solche Prozessschritte in geeigneten Anwendungen reduzieren helfen.

Abhängig von Anwendung und Prüfbedingungen sind laut Henkel Fixierzeiten von weniger als zehn Sekunden möglich. Bei Polyolefin-Anwendungen soll die Kombination zudem eine bis zu achtmal höhere Klebfestigkeit erreichen als vergleichbare Verklebungen ohne Primer.

Links:

www.henkel.de

Neben der Produktauswahl bietet Henkel technische Unterstützung bei der Identifizierung und Validierung geeigneter Klebstoff- und Oberflächenvorbereitungstechnologien. Dabei sollen Werkstoffe, Montageprozesse, Leistungsanforderungen und Einsatzbedingungen berücksichtigt werden. Bild: Henkel

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