Sicherheit auf engstem Raum …
… ist bei guter Planung kein Problem, wie das Beispiel der wupsi GmbH zeigt. Das Nahverkehrsunternehmen, das im Verkehrsverbund Rhein-Sieg Verkehrsleistungen für Leverkusen und Teile des Rheinisch Bergischen Kreises erbringt, verfügt über 200 Omnibusse, die in den Werkstätten der Betriebshöfe gewartet und instandgehalten werden. In diesem Jahr wurden nun die ersten zehn elektrisch betriebenen Solobusse angeschafft. Der Betrieb dieser Fahrzeuge erforderte die Anpassung der Lade- und Werkstattinfrastruktur auf den Betriebshöfen. Für die seitdem anfallenden Arbeiten im Dachbereich der Elektrobusse installierte Krause einen Dacharbeitsstand zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und Erleichterung der anfallenden Tätigkeiten.
Die räumlichen Gegebenheiten der Werkshalle gestalteten sich bei der Planung als Herausforderung. Die Werkstatthalle ist nur einseitig befahrbar, was eine Durchfahrt der Busse nicht möglich macht. Weiterhin liegt die Toreinfahrt der Halle nicht mittig zur Fahrspur, was eine an diese speziellen Verhältnisse angepasste Sonderlösung forderte.
In einem ersten Vor-Ort-Termin mit einem Krause-Außendienstmitarbeiter besprach man, die Anforderungen im täglichen Wartungseinsatz. Damit gelang es den Konstrukteuren im Anschluss die auf die Situation angepasste Arbeitsbühne zu entwerfen.
Es entstand ein 18 Meter langer Dacharbeitsstand in einer 19 Meter langen Werkstatthalle. Die auf beiden Seiten des Dacharbeitsstandes angebrachten Ausschübe wurden mit unterschiedlichen Breiten ausgelegt, um das außermittige Einfahrtstor auszugleichen. Eine optische Unterstützung zeigt den Fahrern das Erreichen der finalen Parkposition an. Der Treppenaufgang wurde stirnseitig hinter der Arbeitsplattform angelegt.
Die auf dem wupsi-Betriebsgelände eingesetzte Dacharbeitsbühne verfügt über ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept. Dieses erlaubt keine Ein- und Ausfahrt von Fahrzeugen, solange sich noch Mitarbeiter auf der Arbeitsfläche befinden. Die Sicherheitstür kann nur geöffnet werden, wenn der Bus seine finale Position erreicht hat und die elektrisch ausfahrbaren Ausschübe angedockt sind. Erst danach ist die Nutzung des Arbeitsstandes möglich. Ampelanlagen unterstützen diesen Prozess optisch.
Die Steigtechnikspezialisten planten zusätzlich zwei von oben ausfahrbare Notleitern an der Seite des Arbeitsstandes ohne Treppe ein, falls der Abstieg über die Treppe in einer Gefahrensituation nicht möglich sein sollte. Die Sicherheit der Mitarbeiter vor Abstürzen ist dank Pendeltüren gewährleistet. Neue Lampen auf der Unterseite der Konstruktion leuchten den abgedunkelten Bereich unter der geschlossenen Arbeitsfläche aus. Die Fläche erhielt beidseitige Strom- und Druckluftanschlüsse.
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