Stabilisierung eines Mehrfamilienhauses
Setzungsrisse, schiefe Türrahmen, absackende Bodenplatten – typische Schäden bei unzureichend tragfähigem Baugrund. Besonders häufig treten sie auf, wenn durch Wurzeleinwirkung oder längere Trockenperioden der Wasseranteil im Boden stark reduziert wird. Ein solcher Fall wurde in Limburg dokumentiert, wo ein Mehrfamilienhaus infolge von Setzungen an Tragfähigkeit verloren hatte. Die Sanierung erfolgte mittels Injektionstechnologie – ohne Eingriffe in die Bausubstanz oder aufwendige Erdarbeiten.
Das dreigeschossige Gebäude war durch eine Bodenplatte auf Streifenfundamenten gegründet. Vor allem im Bereich der Küche im Erdgeschoss traten über die Jahre Risse auf, die auf eine ungleichmäßige Setzung hinwiesen. Ziel der Maßnahme war es, die Gründung punktgenau zu stabilisieren und die abgesackten Bauteile wieder in ihre ursprüngliche Lage zu bringen.
Zum Einsatz kam ein von Uretek entwickeltes Verfahren, bei dem ein zweikomponentiges Expansionsharz unter kontrolliertem Druck in den Baugrund injiziert wird. Das Harz dehnt sich dort aus, verfestigt das umgebende Material und füllt mögliche Hohlräume. Die Injektion erfolgt durch Bohröffnungen mit nur 12 Millimetern Durchmesser – eine baulich minimalinvasive Methode, die auch im laufenden Gebäudebetrieb durchgeführt werden kann.
Die Maßnahme wurde durch ein hochauflösendes Lasermesssystem begleitet, das Bewegungen des Baukörpers mit einer Genauigkeit von bis zu einem Zehntel Millimeter in Echtzeit erfasst. So konnten die betroffenen Bereiche gezielt angehoben und das Tragverhalten dauerhaft verbessert werden. In Limburg gelang es auf diese Weise, den abgesackten Bereich im Erdgeschoss millimetergenau zurückzusetzen – bei laufendem Betrieb und innerhalb weniger Tage.
Links:
Ein Video zeigt die Vorgehensweise.
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