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Mittelstand interessiert sich für FM-Fremdvergabe

von am 24. April, 2017
luenendonk studie

Der Personalmangel und die zu erwartende zunehmende Regulierung im Gebäudemanagement sind mögliche Treiber für mittelständische Unternehmen für eine künftige Fremdvergabe von bisher in Eigenleistung erbrachten Facility Services. Dies ergab eine Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder.

Für die Studie wurden deutsche mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel, Verkehr-‐ und Logistik sowie Informations-‐ und Kommunikationstechnologie befragt.

Im Gegensatz zu Großunternehmen und Konzernen mit einer diversifizierten Eigentümerstruktur sind die mittelständischen Unternehmen sowie deren Eigentümer in der Regel stark in der Region verwurzelt. Dieser Standortfaktor hat wesentlichen Einfluss auf die Facility-‐Management-‐Strategie.

Ein zentrales Motiv, warum die Sekundärprozesse zur Gebäudebewirtschaftung oftmals noch mit eigenem Personal erbracht werden, sind weniger wirtschaftliche Gründe, sondern ein hohes soziales Verantwortungsgefühl gegenüber den eigenen Mitarbeitern sowie dem Ruf in der Region.

Angesprochen auf die Zukunftserwartungen, sorgen sich die Studienteilnehmer um den demografischen Wandel sowie den daraus bedingten Fachkräftemangel. Zusätzlich erwarten die Befragten einen Anstieg von Gesetzen und Vorschriften sowohl auf nationaler als auch auf EU-‐Ebene. Diese Erwartungen lassen viele Studienteilnehmer daran zweifeln, dass sie für diese Aufgaben künftig qualifiziertes Personal zur Verfügung haben werden.

Die Studie wurde von folgenden sieben Facility-Service-Dienstleistern unterstützt: Apleona (﴾ehemals Bilfinger)﴿, DB Services, Dussmann, Klüh, Piepenbrock, RGM und Dr. Sasse.

Links:

www.luenendonk.de

Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder und Studienautor, kommentiert: „Mittelständische Unternehmen verspüren angesichts der guten wirtschaftlichen Lage aktuell kaum Handlungsdruck im Gebäudemanagement. Der Aufbau eines professionellen Gebäudemanagements sowie die Frage, welche Leistungen künftig noch mit eigenen Kräften erbracht werden sollen, erfordern Zeit. Wer sich zu spät auf die Zukunft vorbereitet, muss mit erheblichen Nachteilen durch Personalengpässe rechnen.“ Bild: Lünendonk

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