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Wie steuern Unternehmen physische Klimarisiken resilient?

von am 13. Juli, 2026

Christine Trimpel ist Diplom-Biologin, Executive Search Advisor und Gesellschafterin bei Masterpiece. Seit über 20 Jahren begleitet sie Organisationen in Veränderungsprozessen. Sie betont: „Dass Nachhaltigkeit direkt in Wertschöpfung, Investitionslogik und Wettbewerbsfähigkeit eingreift, zeigen unter anderem die Ergebnisse des Climate Transition Barometers von der Boston Consulting Group und Argos Wityu. Demnach sehen 85 Prozent der Mittelständer Klimatransformation als Chance – vor allem in ökonomischer Hinsicht.“

Die Expertin ergänzt: „Schließlich bringt jede eingesparte Kilowattstunde Energie bares Geld und macht die Zusammenarbeit mit Konzernen, die aufgrund regulatorischer Vorgaben ihre Emissionen in der Wertschöpfungskette senken müssen, leichter. Entsprechend lohnt es sich, etwa auf Dekarbonisierung zu setzen oder bestehende Prozesse effizienter zu gestalten.

In der Industrie geschieht das in der Praxis aktuell häufig durch inkrementelle Investitionen in Dämmmaßnahmen oder effiziente Gaskessel. Solche Entscheidungen werden jedoch nicht allein auf Nachhaltigkeitsposten getroffen. Vielmehr kommt es im operativen Alltag auf Investitionsentscheidungen, Beschaffungsprozesse, Produktentwicklungen, die Ausgestaltung von Lieferketten sowie Organisations- und Prozessentscheidungen an.

Nachhaltigkeit hat eine strategische Dimension, die beispielsweise auch McKinsey in ihrer Analyse zur Net-Zero-Transformation unterstreicht. Der Übergang zu klimaneutralen Geschäftsmodellen erfordert laut den Experten eine grundlegende Umsteuerung von Kapitalflüssen und Investitionsprioritäten.

Hier ist Leadership gefragt, das tragfähige Lösungen entwickelt, die Wirtschaftlichkeit, Risiko und Wirkung sachlich ausbalancieren – und das ist nicht zwangsläufig das ökologisch maximal Mögliche. Klimaziele, regulatorische Anforderungen und Unternehmensstrategie müssen konsistent zusammengedacht werden, sodass Nachhaltigkeit Teil der Steuerungslogik eines Unternehmens wird. An die Stelle von reiner Projekt- oder Programmlogik müssen Lernschleifen, kontinuierliche Anpassung und konsequente Umsetzung unter realen betrieblichen Rahmenbedingungen treten.“

Links:

https://masterpiece-advisors.de/

Christine Trimpel ist Diplom-Biologin, Executive Search Advisor und Gesellschafterin bei Masterpiece. Bild: Masterpiece

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