EAM: Motor der Logistik
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Logistikunternehmen kontinuierlich neue technologische Trends aufgreifen. Ultimo, ein Anbieter von Software im Bereich Enterprise Asset Management (EAM), sieht für 2026 vier Entwicklungen und Veränderungen.
Ultimo sieht vier konkrete Entwicklungen, die den Logistiksektor 2026 nachhaltig prägen werden. Die zentrale Komponente ist dabei ein modernes Enterprise Asset Management (EAM), das als Daten- und Steuerungsplattform für alle physischen Assets über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg fungiert.
- Flotten vorausschauend warten und Routen dynamisch planen
Im Jahr 2026 erreicht die vorausschauende Wartung ein neues Reifestadium. So können KI-gestützte Systeme Ausfälle inzwischen mit einer Genauigkeit von 95 Prozent prognostizieren, wodurch die Ausfallzeiten von Flotten um 35 Prozent sinken und Sendungen bei drohenden Störungen automatisch umgeleitet werden können.
Zudem ermöglichen Echtzeit-Telematikdaten aus Lkw, Schiffen, Flugzeugen und Lagereinrichtungen fundierte Wartungsentscheidungen. Die dynamische Zeitplanung stimmt Wartungsfenster optimal mit Lieferrouten ab, um Stillstandzeiten zu minimieren und die Auslastung zu maximieren.
Damit ist die Branche deutlich weiter als noch 2025, als die größte Herausforderung in der Systemintegration zwischen Wartungs- und Betriebsteams lag. Diese Integration gilt nun als Standard, unterstützt durch ein multimodales Asset Health Monitoring, das einen nahtlosen Übergang zwischen Transportmitteln wie Lkw, Bahn, Schiff und Flugzeug erlaubt.
- Assets für die „letzte Meile“ autonom managen
Die „letzte Meile“ war schon immer die kostspieligste Herausforderung in der Logistik, doch das automatisierte Asset Management bringt hier eine Veränderung. Selbstdiagnostizierende Lieferfahrzeuge und Drohnen planen künftig ihre Wartungszeiten eigenständig. Außerdem führen Lagerroboter und automatisierte Sortiersysteme ihre Wartung größtenteils selbst durch.
Das Automatisierungspotenzial geht dabei über einzelne Anlagen hinaus und umfasst ganze Ökosysteme der letzten Meile, in denen Lieferfahrzeuge, Sortieranlagen und sogar Ladeinfrastrukturen miteinander kommunizieren.
- Supply-Chain sichtbar machen und Assets synchronisieren
Im Jahr 2026 ist die lückenlose Transparenz in der Lieferkette kein Ziel mehr, sondern eine Voraussetzung. Durch ein Echtzeit-Asset-Tracking wird der Wartungsbedarf über globale Logistik-Netzwerke hinweg sichtbar, sodass eine abgestimmte Wartungsplanung zwischen Häfen, Flughäfen, Distributionszentren und Transportflotten möglich wird. So lassen sich Engpässe in der gesamten Lieferkette vermeiden.
Die Asset-Performance-Daten können zudem nicht nur intern, sondern auch mit den Verladern geteilt werden, um eine proaktive Logistikplanung zu ermöglichen. Nicht zuletzt erlaubt die globale Standardisierung von Wartungsprotokollen auch einen nahtlosen Asset-Transfer zwischen Logistikpartnern und beseitigt die Silos, die in der Vergangenheit zu einer Fragmentierung der Wartungsvorgänge geführt haben.
- Nachhaltigkeit fördern und Energiewende vorantreiben
Wohl kein Trend wird die Logistikwartung so tiefgreifend verändern wie die Umstellung auf Elektrofahrzeugflotten und die allgemeine Energiewende. Die Überwachung der Emissionen und die Optimierung der Kraftstoffeffizienz werden in jede Wartungsentscheidung einfließen.
Die Regulierungen der Europäischen Union zur Reduzierung der Transportemissionen wird Logistikunternehmen zwingen, die Elektrifizierung ihrer Flotten zu beschleunigen und den Energieverbrauch in allen Betriebsbereichen zu optimieren Die Auswirkungen auf die Wartung sind enorm, wie diese Beispiele zeigen: Techniker benötigen neue Kenntnisse über elektrische Antriebe, die Ladeinfrastruktur erfordert eigene Wartungsprotokolle und die Abnutzung der Batterien muss überwacht werden.
Autor: Berend Booms, Head of EAM Insights von Ultimo
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