Facility-Service-Markt wächst
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt der Facility-Service-Markt in Deutschland auf Wachstumskurs. Laut aktueller Lünendonk-Studie stieg das Marktvolumen 2024 auf knapp 67 Milliarden Euro. Digitalisierung, Robotik und KI verändern die Branche – der Mangel an Fachkräften bleibt jedoch ein zentrales Problem.
Der deutsche Facility-Service-Markt verzeichnete 2024 ein Umsatzplus von 3,2 Prozent und erreichte ein Gesamtvolumen von 66,9 Milliarden Euro. Die in der Lünendonk-Studie analysierten 73 Dienstleister wuchsen im Schnitt sogar um 6,2 Prozent. Besonders die zehn größten Anbieter legten mit durchschnittlich 9,4 Prozent überdurchschnittlich zu. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wie steigenden Kosten, ESG-Anpassungen und angespanntem Arbeitsmarkt bleibt die Stimmung in der Branche überwiegend positiv.
Vor allem digitale Technologien sorgen für Effizienzgewinne und prägen zunehmend Geschäftsmodelle. „84 Prozent der Studienteilnehmer nennen Künstliche Intelligenz als aktuell wichtigsten Trend für die Digitalisierung von Gebäudedienstleistungen – der höchste Wert seit Beginn der Erhebung.“
Gleichzeitig etablieren sich Roboterlösungen, vor allem im Bereich der Reinigung, zunehmend im Alltag. 13 Dienstleister betreiben bereits Flotten mit über 100 Einheiten, begleitet von wachsender Kundenakzeptanz. Für viele gilt die Entlastung der Mitarbeitenden und der flexible Einsatz als zentraler Vorteil.
Der Personalzuwachs von 2,6 Prozent im Jahr 2024 konnte mit dem Umsatzwachstum nicht Schritt halten. Damit bleibt der Fachkräftemangel eine strukturelle Herausforderung, insbesondere im technischen Bereich. Zugleich erhöhen gesetzliche Änderungen wie die Anhebung des Mindestlohns den Kostendruck. Umso wichtiger wird es für die Unternehmen, sich als Arbeitgeber attraktiv zu positionieren.
„Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte bleibt ein zentrales Thema für das strategische Personalmanagement. Dienstleister stehen vor der Aufgabe, nicht nur bei Kunden mit Qualität und Zuverlässigkeit zu überzeugen, sondern sich parallel auch als attraktive Arbeitgeber zu positionieren“, erklärt Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer von Lünendonk
„In der Facility-Service-Branche gewinnt deshalb die betriebliche Ausbildung wieder an Bedeutung. Unternehmen, die aktiv ausbilden, sichern sich langfristig qualifizierte Fachkräfte und verbessern gleichzeitig ihre Position am Arbeitsmarkt.“
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