Stärkung der Resilienz ist das Gebot der Stunde
Aus Sicht von Ultimo, einem Anbieter von Software im Bereich Enterprise Asset Management (EAM), ergreifen derzeit viele Unternehmen Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Resilienz. Dabei rückt vor allem der gezielte Einsatz von Digitalisierung, Automatisierung und KI- beziehungsweise ML-Technologien ins Blickfeld, der die reaktive Krisenbewältigung durch eine proaktive Reaktionsfähigkeit ergänzt.
Störungen in der Lieferkette, geopolitische Verwerfungen, wirtschaftlicher Druck, Arbeitskräftemangel aufgrund des demografischen Wandels sowie steigende Kosten haben dazu geführt, dass sich viele Unternehmen wieder intensiver mit Sicherheit und Resilienz befassen. Die Notwendigkeit, smarter, koordinierter und effizienter zu arbeiten, ist branchenübergreifend eine Herausforderung geworden.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen vor allem auch aktuelle technologische Trends aufgreifen, die zu einer Verbesserung der Agilität und Stärkung der Resilienz beitragen. Zu den wichtigsten Entwicklungen und Innovationen, die die folgenden Jahre prägen werden, zählen dabei laut Ultimo:
- die fortschreitende Digitalisierung
In vielen Branchen wird die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Dabei werden die Nutzung des Internets der Dinge (IoT) und der Einsatz von digitalen Zwillingen wichtige Rollen spielen. Das IoT trägt unter anderem zu einer besseren Transparenz von Lieferketten bei, indem es eine Vielzahl von Sensoren, Geräten und Systemen vernetzt, die kontinuierlich Daten in Echtzeit erfassen und austauschen.
Künftig werden interne und externe Lieferketten zunehmend integriert sein. Logistikunternehmen können so beispielsweise Veränderungen in der Nachfrage besser erkennen und darauf reagieren – und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz verbessern. Auch kontinuierlich mit Echtzeitdaten aktualisierte digitale Zwillinge werden zu einer Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Unternehmen beitragen, indem sie mögliche Krisenszenarien simulieren und analysieren können.
Allerdings werden mit der zunehmenden Digitalisierung von Prozessen und Wertschöpfungsketten auch die damit verbundenen Risiken steigen – insbesondere im Hinblick auf die Datensicherheit. Folglich ist davon auszugehen, dass Unternehmen in wirksame Cybersicherheitsmaßnahmen investieren werden. Auch dies wird in letzter Konsequenz zu einer Stärkung der digitalen Resilienz führen.
- die zunehmende Automatisierung
Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung des Arbeitskräftemangels. Automatisierungslösungen werden deshalb weiter an Bedeutung gewinnen. Sie werden Arbeitsprozesse verändern und als Werkzeug zur Steigerung der Effizienz der Mitarbeitenden dienen. Wenn diejenigen Aufgaben automatisiert werden, die keinen Nutzen durch menschliches Eingreifen versprechen, können sich die Mitarbeiter komplexeren Aufgaben zuwenden, die einen Mehrwert schaffen.
Die Automatisierungsvorteile, wie eine erhöhte Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität, eine Reduzierung von Fehlern oder Kosteneinsparungen, zeigen sich deutlich beispielsweise im Logistikbereich.
In den nächsten Jahren werden Logistikunternehmen verstärkt in Robotik, autonome mobile Roboter, Lagerdrohnen und fahrerlose Transportfahrzeuge investieren, die repetitive Aufgaben wie die Kommissionierung, Verpackung und Sortierung übernehmen.
- die verstärkte Nutzung von KI und ML
Das Wertschöpfungspotenzial von KI und von maschinellem Lernen (ML) ist immens und immer mehr Unternehmen werden diese Technologien einsetzen, um ihre Prozesse zu optimieren, die Effizienz zu steigern und die menschliche Fehlerrate zu reduzieren. Im Logistikbereich etwa kann mittels KI-gestützter Vorhersagemodelle und Echtzeitüberwachung die Genauigkeit von Bedarfsprognosen deutlich verbessert werden.
Darüber hinaus ist es mit KI-Kameras und Sensoren möglich, die Bestandsverfolgung zu automatisieren. Nicht zuletzt unterstützt der KI-Einsatz in Distributionszentren bei der präzisen Positionierung von Assets in Bezug auf Nachfragemuster, Transportnetzwerke oder die Verfügbarkeit von Arbeitskräften.
Auch im Fertigungsbereich zeigt sich der KI-Nutzen, gerade hinsichtlich der KI-gestützten vorausschauenden Wartung. KI-Modelle, die Sensordaten auswerten und operationalisieren, werden im Bereich des Asset-Managements eine zentrale Funktion einnehmen, indem sie die Fehlererkennung und -prävention verbessern. Auf Basis datengestützter Erkenntnisse können Unternehmen so prognostizieren, wann eine Maschine wahrscheinlich ausfallen wird, und Maßnahmen ergreifen, um dies zu verhindern.
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