Vorausschauend planen und optimieren
Nach einer Analyse qualitativ hochwertiger Daten gibt eine künstliche Intelligenz konkrete Handlungsempfehlungen für die Kontinuität der Produktion und mehr Effizienz. Intersystems erklärt, welche Vorteile dies in der Fertigungspraxis bringt und wie die Implementierung gelingt.
Durch präskriptive Analysen erhalten Mitarbeiter konkrete Handlungsempfehlungen für die Steuerung von Prozessen – mit aller Transparenz über die Einflussfaktoren und Auswirkungen jeder einzelnen Alternative. So erkennen Mitarbeiter beispielsweise auf einen Blick, ob eine bestimmte Maßnahme den Herstellungsprozess verzögert, zusätzliche Fachkräfte bindet oder Kosten nach oben treibt.
Mitarbeiter wählen die beste Vorgehensweise anhand der Vorschläge selbst aus und stoßen anschließend die nachfolgenden Prozesse an. Unternehmen können die Steuerung einiger Prozesse auf Wunsch auch komplett automatisieren, was sich zum Beispiel für die autonome Nachbestellung von Rohmaterialien anbietet. Es gibt in der Industrie für diese Art der Entscheidungsfindung viele Anwendungsfälle:
Zum Beispiel helfen präskriptive Analysen bei der Sequenzierung von Fertigungsaufträgen. Dadurch entsteht ein genauer Produktionsplan. Mitarbeiter wissen sofort, wie sie Aufträge und Teilschritte für eine hohe Maschinenauslastung anordnen müssen. Außerdem bleibt ihnen ausreichend Zeit, um rechtzeitig Rohstoffe und Vorprodukte an den Maschinen bereitzustellen und qualifiziertes Personal sinnvoll in Schichten einzuteilen.
Bei Änderungen des Produktionsplans, beispielsweise aufgrund von Lieferschwierigkeiten, nutzen Mitarbeiter erneut präskriptive Analysen, um gleichermaßen schnell wie informiert zu reagieren. Eine Lösung für präskriptive Analysen dient auch dazu, Störungen in Lieferketten vorausschauend zu erfassen und proaktiv anzugehen. Das versetzt Unternehmen in die Lage, ihre Transporte frühzeitig umzulenken, Waren aus Lagern weiterer Standorte anzufordern, Aufträge an sie abzugeben oder alternative Bezugsquellen zu finden.
Präskriptive Analysen ergänzen zudem die vorausschauende Wartung. Diese beruht auf dem Prinzip der prädiktiven Analyse, also der Prognose zukünftiger Ereignisse. Bei der vorausschauenden Wartung ist das Ziel, frühzeitig den Wartungsbedarf einer Maschine zu erkennen.
Mittels präskriptiver Analysen können Unternehmen dann auch ein optimales Wartungsfenster identifizieren. Denn eine Lösung dafür stellt alle Auswirkungen auf den Produktionsprozess, die Schichteinteilung und die Finanzen transparent und im direkten Vergleich der unterschiedlichen Terminoptionen dar.
Zudem sind mit diesem Ansatz weitere Automatismen umsetzbar. Beispielsweise können Ersatzteile automatisch bestellt werden – je nach Analyseergebnis entweder aus dem eigenen Lager, von anderen Standorten oder auf dem Markt.
Jetzt den Grundstein legen
Für Berechnungen und Simulationen greift eine Lösung für präskriptive Analysen auf aktuelle und historische Daten aus der Produktion und Logistik zu. Eine moderne Datenplattform ist daher der Schlüssel, um präskriptive Analysen umzusetzen. Sie dient dazu, Daten jeden beliebigen Formats aus diversen Quellen zu verknüpfen, zu verarbeiten und anschließend zur Verfügung zu stellen. Deshalb beherrscht eine geeignete Lösung alle gängigen Standards, Protokolle und Profile für den Datenaustausch in der Industrie und sorgt damit für Interoperabilität zwischen internen und externen Systemen.
Als sinnvolle Ergänzung der bestehenden IT-Infrastruktur bricht eine moderne Datenplattform bestehende Datensilos auf. Zwischen ihr und den beteiligten Systemen, wie zum Beispiel dem Manufacturing Execution System (MES), bestehen direkte Verbindungen. So entsteht eine einheitliche und stets aktuelle Datenbasis für präskriptive Analysen. Im Idealfall bietet eine solche Lösung außerdem integrierte Funktionen für präskriptive Analysen und umfasst somit alle erforderlichen Funktionen in einem einzigen System. Das ermöglicht eine einfache und schnelle Implementierung und verkürzt die Zeit bis zur Wertschöpfung.
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