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Dieses Zylinderkurbelgehäuse wiegt 38 Tonnen

von am 2. Juni, 2026

Die Kieler Maschinenwerke haben die ersten Großkomponenten für 20-Zylinder-Gasmotoren ausgeliefert, die künftig Rechenzentren in den USA mit Energie versorgen sollen. Mit dem Projekt startet am Standort Kiel-Friedrichsort die Serienfertigung schwerer Präzisionsteile für industrielle Großmotoren. Gefertigt werden dort unter anderem Zylinderkurbelgehäuse, Zylinderköpfe, Pleuelstangen und Schwungräder.

Die gefertigten Komponenten zählen zu den besonders schweren Präzisionsteilen im Motorenbau. Ein Zylinderkurbelgehäuse bringt rund 38 Tonnen auf die Waage, ein vollständig montierter Gasmotor kann bis zu 164 Tonnen wiegen.

Für die Bearbeitung der Bauteile setzt das Unternehmen auf spezialisierte Großanlagen, darunter eine Portalfräsmaschine von Waldrich Coburg. Damit lassen sich Gussteile mit Gewichten bis 100 Tonnen bearbeiten.

Im Vorfeld der Serienfertigung investierten die Kieler Maschinenwerke nach eigenen Angaben in zusätzliche Fertigungskapazitäten und den Ausbau des Maschinenparks.

Die Gasmotoren sollen künftig vor allem in Rechenzentren in den USA eingesetzt werden. Hintergrund ist der weltweit steigende Energiebedarf digitaler Infrastruktur und KI-basierter Anwendungen. Betreiber setzen zunehmend auf leistungsstarke Gasmotoren, um eine stabile Energieversorgung sicherzustellen.

Links:

www.kieler-mw.de

Die neuen Aufträge sollen den Industriestandort Kiel langfristig stärken. Geplant sind weitere Investitionen in Maschinen, Produktionsprozesse und die Qualifikation der Mitarbeitenden. Bild: Kieler Maschinenwerke

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