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Kombi aus Batteriespeicher und Wasserkraft

von am 5. Juni, 2018
Einweihung des Batteriespeicher Tanzmühle

Engie Deutschland weiht Batteriespeicher in Bayern ein.

Die Energieerzeugung wird zunehmend dezentral und erneuerbar. Viele kleine Erzeugungsanlagen speisen je nach Wind und Sonne unregelmäßig Strom in das Stromnetz ein. Um das Netz stabil zu halten, werden Speicher benötigt, die sekundenschnell Abweichungen von Stromerzeugung und Stromverbrauch ausgleichen können, indem sie sogenannte Regelenergie bereitstellen.

Hier sind hochflexible Anlagen notwendig, denn die Primärregelenergie muss innerhalb von 30 Sekunden vollständig erbracht werden. Diese Fähigkeit haben sowohl Batteriespeicher als auch moderne Pumpspeicher. Engie Deutschland hat nun beide Speichertypen kombiniert und auf dem Gelände der Kraftwerksgruppe Pfreimd in der Oberpfalz einen Batteriespeicher errichtet.

Voraussetzung war der 2015 erfolgte Umbau des Pumpspeicherkraftwerks Reisach für die Erbringung von Regelenergie. Am Freitag, den 25. Mai 2018, erfolgte die feierliche Einweihung des Vorzeigeprojekts im Beisein von Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Franz Josef Pschierer.

„Hier ist mit der Kombination aus Batteriespeicher und Wasserkraftwerk eine Lösung entstanden, die zeigt, wie Technik und Natur Hand in Hand gehen können. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung liegt mit 43 Prozent in Bayern weit über dem Bundesdurchschnitt. Neue Technologien wie der Großbatteriespeicher mit kurzen Reaktionszeiten ergänzen die bewährten Technologien und sind ein wichtiger Baustein für das Stromsystem der Zukunft. Die Versorgungssicherheit hat gerade auch nach dem Abschalten der Atomkraft höchste Priorität. Und wir wollen möglichst viel CO2 einsparen, ohne unsere Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden“, betonte der Minister.

Links:

www.engie-deutschland.de

Der dezentrale Batteriespeicher ergänzt die bestehende Anlage des Pumpspeicherkraftwerks, das bereits heute rund fünf Prozent der Regelenergie für das deutsche Netz bzw. ein Prozent für das westeuropäische Übertragungsnetz liefert. Über ein Pooling beider Anlagen sorgt Engie für die nötige Besicherung der Regelenergiekapazitäten. Bild: Engie

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