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Wissenswertes zum Thema Korrosionsschutz

von am 5. November, 2026

Korrosionsschutz ist in Industriebranchen unverzichtbar, in denen Anlagen extremen Umweltbedingungen, aggressiven Chemikalien oder hohen Sicherheits- und Hygienestandards unterliegen. Die Beratung durch einen Technischen Händler spart in diesem Zusammenhang Kosten sowie Zeit und umgeht Probleme und Risiken.

Ohne Schutzmaßnahmen vor Rostfraß drohen vielen Betrieben Anlagenausfälle und in der Folge finanzielle Verluste. Gleichzeitig gehen von Korrosion Gefahren für Mensch und Umwelt aus. Beispielsweise in der Chemie- und Prozessindustrie: Die Anlagen kommen ständig mit Säuren, Laugen, Gasen und Lösungsmitteln bei oft extremen Temperaturen und Drücken in Kontakt, was ungeschützt zu ihrer Zersetzung führt. Durch Rost bedingte Undichtigkeiten an Verbindungen, Rohren oder Reaktoren können dann zur Freisetzung giftiger oder explosiver Stoffe führen.

Darum ist Korrosionsschutz wichtig

Allein in Deutschland verursacht Korrosion jährliche Verluste von schätzungsweise über 100 Milliarden Euro. Die Kosten nehmen dabei im Vergleich zu früheren Zeiten zu, obwohl moderne Technologien den Schutz einzelner Bauteile erheblich verbessert haben.

Dieser scheinbare Widerspruch liegt unter anderem an einer alternden Infrastruktur an vielen Industriestandorten. Gezielter Schutz spart somit hohe Ausgaben für Instandhaltung und Ersatzkäufe. Hinzu kommt: Wenn Materialien länger halten, wird weniger Rohstoff verbraucht und es entsteht weniger Industrieschrott.

Arten von Korrosionsschutz

Der Technische Handel unterscheidet im Wesentlichen zwischen aktivem und passivem Korrosionsschutz. Beim aktiven Korrosionsschutz greift man direkt in die chemischen oder elektrochemischen Abläufe ein, um Rost aktiv zu verhindern. Das geschieht zum Beispiel durch den Einsatz von Opferanoden; hier korrodiert ein weniger edles Material anstelle des Hauptmetalls und schützt dieses vor Rosten.

Der passive Korrosionsschutz dagegen trennt das Metall mit einer entsprechenden Beschichtung von der Umwelt. Es findet keine chemische Reaktion statt. Klassische Beispiele sind Lackierungen mit Anstrichen oder Sprays, Kunststoffbeschichtungen, Verzinnungen oder das regelmäßige Einfetten von Bauteilen.

Technische Händler kennen Ursachen und Vorgaben

In der Praxis sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Daher kann es ratsam sein, sich von einem Technischen Händler in Zusammenarbeit mit einem VTH-Qualitätspartner wie OKS beraten zu lassen. Er analysiert die Umweltbedingungen wie Luftfeuchtigkeit oder Chemikalienkontakt sowie die mechanische Belastung. Abhängig vom spezifischen Metall und der gewünschten Schutzdauer wählt er die geeignete Methode aus.

Gegebenenfalls empfiehlt er für bereits angegriffene Teile vorab Produkte oder Verfahren, um den Rost vollständig zu entfernen. Die Produktauswahl macht er auch davon abhängig, wie der Schutz aufgetragen werden soll und wie die zu schützende Teile gelagert oder transportiert werden. Schließlich kennt er relevante Regelwerke und Vorgaben wie die REACH-Verordnung, die DIN EN ISO 12944 oder DIN EN ISO 1461.

Links:

www.vth-verband.de

Die Infografik zeigt Ansätze des Korrosionsschutzes. Bild: VTH

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