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Warnschutz richtig wählen

von am 3. November, 2026

Ob Baustelle, Betriebshof oder bei Straßenarbeiten: Wo Beschäftigte von Fahrzeugen oder Maschinen übersehen werden könnten, wird Sichtbarkeit zum Sicherheitsfaktor.

Doch wann reicht erhöhte Sichtbarkeit — und wann ist hochsichtbare Warnschutzkleidung der Klasse 1, 2 oder 3 erforderlich? DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH unterstützt Betriebe bei der Auswahl auf Basis der Gefährdungsbeurteilung mit neuen Kollektionen. „Die höchste Warnschutzklasse ist nicht automatisch für jeden Arbeitsplatz die richtige“, erklärt Sören Welzhofer von der DBL. „Entscheidend sind die konkrete Gefährdung, die Lichtverhältnisse, der Verkehr und auch die Tätigkeit der Mitarbeiter.“

Erhöhte Sichtbarkeit oder Hochsichtwarnkleidung?

Für mittlere Risikosituationen ist Kleidung für erhöhte Sichtbarkeit nach DIN EN 17353 geeignet. DBL bietet dafür passende Workwear, die sich optional mit normierten Reflexstreifen ausstatten lässt — etwa die Activiq oder die neue Ecolight. Je nach Typ unterstützt die Kleidung die Sichtbarkeit bei Tageslicht oder Dunkelheit.

Hochsichtbare Warnkleidung nach DIN EN ISO 20471 ist dagegen für Situationen mit hohem Risiko ausgelegt. „Die Norm definiert dafür Anforderungen an fluoreszierendes Hintergrundmaterial und retroreflektierende Flächen sowie deren Mindestgrößen und Anordnung“, so der DBL-Experte. Als Hintergrundfarben sieht die EN ISO 20471 fluoreszierendes Gelb, Orange-Rot und Rot vor. Im Geltungsbereich der Straßenverkehrsordnung sind in Deutschland Gelb und Orange-Rot zulässig.

Welche Farbe besser geeignet ist, hängt von der Umgebung ab: Vor Vegetation kann Orange-Rot stärker kontrastieren, vor orangefarbenen Arbeitsgeräten dagegen Gelb. Hinzu kommen die unterschiedlichen Warnschutzklassen mit ihrem genau bemessenen fluoreszierenden Hintergrundmaterial sowie Reflexmaterial.

 Klassen lassen sich nicht einfach addieren

Eine Hose der Klasse 2 plus eine Jacke der Klasse 2 ergibt nicht automatisch Klasse 3. „Entscheidend sind die tatsächlich sichtbaren Flächen. Bei Kombinationen sind zudem die Herstellerangaben einzuhalten“, erklärt Sören Welzhofer. Wie unterschiedlich das in der Praxis aussehen kann, zeigt das DBL-Sortiment: Bei Hi-Vis Comfort erreicht die ausgewiesene Kombination aus Bund- oder Latzhose und Bundjacke Warnschutzklasse 3.

Daneben gibt es Kleidungsstücke, die bereits allein Klasse 3 erfüllen — etwa die kurzen und langen Hi-Vis Comfort Wetterschutzjacken in allen Größen. Auch bei Reflectiq stehen mit der Wetterjacke und der Hardshelljacke entsprechende Klasse-3-Modelle zur Verfügung. „Das zeigt, warum die richtige Bewertung von Warnschutz so wichtig ist“, so Sören Welzhofer. „Es geht nicht nur um eine Zahl auf dem Etikett, sondern darum, was im konkreten Einsatz tatsächlich getragen wird und sichtbar ist.“

Erweitertes Sortiment und laufende Pflege

DBL hat sein Warnschutzsortiment aktuell deutlich erweitert. Dazu gehören die Kollektionen Reflectiq, Hi-Vis Stretch, Hi-Vis Comfort und VIS-Line. Für Handwerk und Industrie stehen damit unterschiedliche Lösungen bereit — von bewegungsorientierter Warnschutzkleidung über Damen- und Wetterschutzmodelle bis zu Warnschutz mit zusätzlichen Schutzfunktionen. Nach der Auswahl muss die Warnwirkung erhalten bleiben. Starke Verschmutzung, ausgeblichene Leuchtflächen, beschädigte Reflexstreifen oder falsche Pflege können die Sichtbarkeit beeinträchtigen. Selbst Logos und Beschriftungen dürfen die vorgeschriebenen Mindestflächen nicht reduzieren. Die DGUV empfiehlt deshalb regelmäßige Sichtprüfungen.

Links:

www.dbl.de

„Warnschutz endet nicht mit der Ausgabe der Kleidung“, betont Sören Welzhofer von der DBL. „Für die Betriebe ist es eine echte Entlastung, wenn Auswahl, fachgerechte Aufbereitung, regelmäßige Kontrolle und Austausch verlässlich organisiert sind.“ Genau hier setzt der DBL Mietservice mit seinen für PSA vorgesehenen Wasch- und Kontrollprozessen an. Bild: DBL

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