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Bosch baut Robotik-Geschäft aus

von am 18. Juni, 2026

Bosch treibt die Entwicklung von Technologien für Automatisierung und Robotik weiter voran. Das Unternehmen sieht sich aufgrund seiner Kompetenzen in Sensorik, Software, Antriebstechnik und künstlicher Intelligenz gut aufgestellt, um von der steigenden Nachfrage nach Robotiklösungen zu profitieren. „Mit dem Aufkommen humanoider Robotik steigt der Bedarf an Komponenten und Lösungen von Bosch“, ergänzt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Bosch positioniert sich nicht als Hersteller humanoider Roboter, sondern als Lieferant zentraler Technologien. Dazu zählt unter anderem die offene Automatisierungsplattform ctrlX Automation des Geschäftsbereichs Bosch Rexroth.

„Wir machen damit Robotik zugänglich, modular und schnell integrierbar. So ermöglichen wir es unseren Kunden schon heute, beispielsweise fahrerlose Transportsysteme mit hochpräzisen Roboterarmen zu kombinieren, die dann stabil und flexibel Aufgaben in bestehenden Prozessen übernehmen können“, so Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH.

Eine wichtige Rolle spielen zudem MEMS-Sensoren, die Robotern ein präzises Erfassen von Berührungen ermöglichen. Bosch zählt in diesem Bereich zu den weltweit führenden Anbietern. Die Sensoren kommen beispielsweise dann zum Einsatz, wenn Roboter empfindliche oder unterschiedlich schwere Gegenstände sicher greifen müssen.

Um die Entwicklung neuer Robotik-Anwendungen zu beschleunigen, hat Bosch mit der Robert Bosch Robotics GmbH eine eigene Einheit für Robotik gegründet. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen mit mehreren Robotik-Start-ups zusammen.

Zu den Partnern gehört unter anderem das Robotikunternehmen Neura Robotics. Darüber hinaus unterstützt Bosch weitere Unternehmen in Europa, den USA und China dabei, Robotiksysteme von der Prototypenphase in die Serienfertigung zu überführen.

Künstliche Intelligenz spielt für Bosch eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung von Automatisierungs- und Robotiklösungen. Das Unternehmen nutzt KI sowohl in eigenen Produkten als auch in der Fertigung. „Die Verbindung aus hochmoderner Elektronik und Mechanik mit KI ermöglicht erhebliche technologische Durchbrüche in der Automatisierung und Robotik“, sagt Tanja Rückert.

Als Grundlage dienen Daten aus mehr als 230 Bosch-Werken weltweit. Diese werden unter anderem für die Optimierung von Produktionsprozessen, die vorausschauende Wartung und die Entwicklung neuer Automatisierungslösungen genutzt. „Unser entscheidender Wettbewerbsvorteil sind nicht die Maschinen allein, sondern die Daten unseres globalen Fertigungsverbunds“, betont Rückert. „Dieser Datenschatz ist der Rohstoff, aus dem wir die intelligenten Automatisierungslösungen der Zukunft entwickeln.“

Links:

https://www.bosch.de/

Bosch sieht insbesondere in der humanoiden Robotik großes Wachstumspotenzial für Sensorik, Antriebstechnik und Steuerungslösungen. Bild: Bosch

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