Studie: Investitionen in KI zahlen sich bereits aus
Industrieunternehmen in der DACH-Region haben den Einstieg in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geschafft und erzielen bereits erste messbare Effizienzgewinne. Jetzt rückt die Skalierung in den Fokus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von IFS.
Wie weit sind Industrieunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz? Dieser Frage ging IFS auf der Konferenz IFS Connect DACH 2026 nach und befragte auf der Veranstaltung in München 91 Führungskräfte zu ihrer „KI-Readiness“. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen den Einstieg in den KI-Einsatz bereits geschafft haben, der flächendeckende Rollout jedoch vielfach noch bevorsteht.
„Die Umfrage unterstreicht, dass KI längst keine Zukunftstechnologie mehr ist. Viele Unternehmen erzielen bereits heute messbare Zeitersparnisse und Effizienzgewinne“, kommentiert Sebastian Spicker, Managing Director DACH bei IFS. „Jetzt gilt es, diese Erfolge systematisch auszubauen und KI dort zu verankern, wo sie den größten Mehrwert für Prozesse, Mitarbeitende und Kunden schafft.“
Zu den Details: Mit 43 Prozent befindet sich die größte Gruppe der befragten Unternehmen derzeit in der Pilotphase. Knapp 27 Prozent haben KI bereits in einzelnen Bereichen produktiv im Einsatz, während erst 4 Prozent die Technologie breiter ausgerollt haben. Die Ergebnisse zeigen: Viele Industrieunternehmen haben die Experimentierphase hinter sich gelassen und sammeln nun praktische Erfahrungen. Der flächendeckende Einsatz von KI befindet sich jedoch noch am Anfang.
Als größtes Hindernis für die Skalierung von KI nennen 55 Prozent der Befragten Herausforderungen bei der Datenqualität und dem Datenzugriff. Mit deutlichem Abstand folgen die Integration in bestehende IT-Systeme (38 Prozent) sowie fehlende klare Anwendungsfälle beziehungsweise ein nicht eindeutig nachweisbarer Return on Investment (37 Prozent). Damit liegen die größten Hürden weniger in der Technologie selbst als in den Voraussetzungen für ihren produktiven Einsatz.
Dass sich Investitionen in KI bereits auszahlen können, zeigt der Blick auf die erzielten Effizienzgewinne: Vier von fünf Unternehmen berichten von konkreten Zeitersparnissen durch den Einsatz von KI. Am häufigsten liegen diese bei ein bis drei Stunden pro Woche (35 Prozent), 11 Prozent der Befragten sparen sogar mehr als sieben Stunden wöchentlich. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Pilotprojekte bereits einen messbaren operativen Nutzen schaffen und damit eine wichtige Grundlage für eine spätere Skalierung bilden.
Das größte Potenzial sehen die Unternehmen in der Optimierung der Lieferkette (32 Prozent), gefolgt von Verbesserungen im Asset Management (20 Prozent) sowie im Kundendienst (15 Prozent). Die Antworten verdeutlichen, dass Industrieunternehmen in der DACH-Region KI vor allem dort einsetzen wollen, wo sie die operative Effizienz steigern, Prozesse stabilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen kann.
Beim Blick nach vorn überwiegt Optimismus. Wie zuversichtlich sind die Unternehmen, KI schnell genug einführen zu können, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Mit 51 Prozent stuft die Mehrheit ihre Zuversicht als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein. Lediglich 14 Prozent zeigen sich eindeutig skeptisch („sehr gering“ oder „gering“).
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