Letzter Halt: Totalausfall
Wie eine effiziente Gerätewartung den Ernstfall verhindern kann
Laut einer britischen Studie kostet eine Stunde „Downtime“ im Automobilsektor bis zu 2 Millionen US-Dollar. Aufgrund von Inflation und anderen Faktoren steigt dieser Wert immer weiter und hat sich um Vergleich zu 2019 fast verdoppelt.
„Ungeplante Ausfallzeiten kosten somit manche großen Unternehmen fast ein Zehntel ihres Jahresumsatzes“, weiß Carsten Müller, Geschäftsführer von Echt Smart Work GmbH und Experte für smarte Prüf- und Wartungsprozesse. Mit Bemühungen in der Digitalisierung und der vorausschauenden Wartung lassen sich die erheblichen Auswirkungen verringern.
„Vor allem hat solch ein Zwischenfall in der Regel Auswirkungen auf die ganze Lieferkette und kann sie im Ernstfall wie eine Reihe aus Dominosteinen sogar komplett zum Erliegen bringen“, erklärt Müller. „Lieber nehmen Führungskräfte daher ein paar im Voraus festgelegte Wartungstermine in Kauf, an denen die Produktion für einen begrenzten Zeitraum angehalten wird.“
Im Zuge solcher Einsätze können Zuständige die Sicherheit ihres Maschinenparks überprüfen, notwendige Reparaturen durchführen oder auch Erhaltungsmaßnahmen wie beispielsweise das Schmieren, Ölen und Fetten von Geräten durchführen.
Einige Unternehmen haben es in den letzten Jahren schon geschafft, größere Mengen an Zeit und Geld einzusparen, indem sie ein für sich passendes Instandhaltungsmanagement eingeführt haben. Manche arbeiten hier mit einem klassischen vorbeugenden System, während andere beispielsweise auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz setzen.
„Hier lohnt es sich in der heutigen schnelllebigen Welt, bei der genauen Planung auf digitale Lösungen für das Terminmanagement oder die Protokolle zu setzen, um unsortierte Papierberge von Anfang an zu vermeiden. Einfache QR-Code-Systeme in Kombination mit einer entsprechenden Software ermöglichen es, unkompliziert direkt auf die entsprechenden Dokumente beziehungsweise Protokolle zuzugreifen und sie mobil innerhalb von kürzester Zeit zu bearbeiten“, verdeutlicht Müller. „Vorbeugende Wartungs- und Inspektionstermine sollten sich somit für Betriebe auf der ganzen Welt zu einem festen Standard entwickeln, um die Produktivität und Sicherheit in allen Unternehmen stetig zu gewährleisten.“
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