Anzeige
Anzeige

Ortsnetze digital überwachen

von am 29. Juni, 2026

Die Digitalisierung von Ortsnetzstationen und Kabelverteilerschränken soll einfacher werden. Durch die Integration des Fernwirkgeräts ACOS 730 in das Smart Grid Interface Modul (SGIM) von EMH Energie-Messtechnik lassen sich Zustandsüberwachung, Messdatenerfassung und Fernsteuerung auf einer gemeinsamen Hardwareplattform bündeln. Das reduziert den Installationsaufwand und vereinfacht die Modernisierung bestehender Netzinfrastruktur.

EMH Energie-Messtechnik und die Vivais AG kombinieren ihre Technologien zur Digitalisierung von Ortsnetzen. Grundlage ist das Smart Grid Interface Modul (SGIM), das ursprünglich für die Erfassung und Digitalisierung von Zustandsdaten in Ortsnetzstationen und Kabelverteilerschränken entwickelt wurde. Dank seines modularen Aufbaus kann das System um zusätzliche Funktionen erweitert werden. Dazu zählt nun auch das Fernwirkgerät ACOS 730 von Vivais, das als Funktionsmodul in die SGIM-Plattform integriert werden kann.

Während das SGIM kontinuierlich Zustands- und Messdaten erfasst, übernimmt ACOS 730 zusätzliche Aufgaben wie die Überwachung von Lastflüssen, die Automatisierung von Schaltvorgängen sowie den Fernzugriff auf steuerbare Komponenten der Ortsnetz-Infrastruktur. Die Kommunikation mit der Leitstelle erfolgt über Standardprotokolle wie IEC 60870-5-104 oder IEC 61850. Für die Datenübertragung stehen Mobilfunkverbindungen über 2G und 4G sowie LoRaWAN zur Verfügung.

Durch die Integration des Fernwirkgeräts können Messwerte zu Leistung, Strom, Energie und Spannungsqualität direkt über die gemeinsame Plattform verarbeitet und übertragen werden. Dadurch wird die gesamte Datenkommunikation in einem System zusammengeführt.

Links:

www.emh.eu

Nach Angaben des Herstellers erleichtert die Kombination aus Mess- und Steuerungstechnik die Umsetzung gesetzlicher Anforderungen zur Netzüberwachung und Netzsteuerung. Bild: EMH Energie-Messtechnik

Artikel per E-Mail versenden