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Retrofit ohne Produktionsstopp

von am 29. September, 2026

In Burtenbach zwischen Ulm und Augsburg hat die Kögel Trailer GmbH ihren Hauptsitz. Hier zeigt ein Retrofitprojekt von SEW-Eurodrive eindrucksvoll, worauf es bei der Modernisierung bestehender Fördertechnik ankommt: Eine zentrale Förderanlage wurde dort im laufenden Betrieb fit für die Zukunft gemacht. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn bei Retrofitprojekten müssen bestehende Hard- und Softwareschnittstellen exakt berücksichtigt werden.

Seit 1934 verbindet die Kögel Trailer GmbH, einer der führenden Trailer-Hersteller, den Qualitätsanspruch von made in Germany mit nachhaltigen Produktionszielen. In der Praxis bedeutet das eine hohe Fertigungstiefe, getaktete Prozesse und zuverlässige Anlagen.

Ein zentraler Abschnitt im Produktionsprozess bei Kögel ist die Decklackanlage zur Endbeschichtung von Trailer-Bauteilen und kompletten Aufliegerkomponenten. Sie umfasst zehn Streckensegmente mit einer Gesamtlänge von mehr als 600 Metern. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Verfügbarkeit, Synchronität und Diagnosefähigkeit.

In der Decklackanlage gibt die Elektrohängebahn (EHB) den Takt vor. Insgesamt 18 EHB-Fahrzeuge transportieren die Trailer durch Lackierung, Trocknung und Abkühlung und übergeben sie dann an die Endmontage. Fällt die Förderstrecke aus, gerät der Prozess ins Stocken.

„Ein Stillstand zieht sich durch die komplette Linie. Ausweichmöglichkeiten gibt es nicht“, sagt Ewgeni Schlichenmaier, Leiter Instandhaltung bei Kögel Trailer.

Mehr dazu im Fachbeitrag auf Seite M1 im Rahmen der Messezeitung zur maintenance München in der der aktuellen Ausgabe der B&I.

Links:

www.sew-eurodrive.de

In der Decklackanlage der Kögel Trailer GmbH transportieren 18 EHB-Fahrzeuge die Trailer durch Lackierung, Trocknung und Abkühlung. Bild: SEW-Eurodrive

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