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Schutzhandschuhe: Auswahl nach Gefährdung und Norm

von am 3. August, 2026

Handverletzungen gehören zu den häufigsten Arbeitsunfällen in Industrie und Handwerk. Wer Schutzhandschuhe passend zur Gefährdung wählt, schützt nicht nur seine Mitarbeiter, sondern spart langfristig auch Kosten.

Hände sind im Arbeitsalltag unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt – von Schnitt- und Quetschverletzungen bis hin zum Kontakt mit Gefahrstoffen oder Hitze. Deshalb sollte der verwendete Handschutz stets auf die jeweilige Gefährdung abgestimmt sein. „Ein einzelner Handschuh kann meist nicht mehrere Risiken optimal abdecken“, stellt Boris Bachschijan, Produktmanager bei Mewa, klar. Er empfiehlt, Sicherheitshandschuhe nach Gefährdungsart, Schutzklasse und Materialeigenschaften auszuwählen. Ebenso wichtig seien Passform und Tragekomfort, da unbequeme Handschuhe im Arbeitsalltag häufig nicht konsequent getragen werden.

Kennzeichnung und Normen als Auswahlgrundlage

Die grundlegenden Anforderungen an Schutzhandschuhe definiert die DIN EN 21420. Wie andere persönliche Schutzausrüstung werden Sicherheitshandschuhe in drei Risikokategorien eingeteilt. Produkte der Kategorien II und III müssen ihre Schutzeigenschaften über Piktogramme, Prüfnormen und Leistungsstufen ausweisen. Unabhängig von der Kategorie ist zudem die CE-Kennzeichnung vorgeschrieben. „Zusätzlich zur Kennzeichnung des Handschuhes sollten die allgemeinen Angaben in der Herstellerinformation beachtet werden, denn erst alles zusammen bildet die Grundlage für einen verlässlich geprüften Schutz“, erklärt Bachschijan.

Qualität und Langlebigkeit als Wirtschaftlichkeitsfaktor

Nicht der günstigste Handschuh ist automatisch die wirtschaftlichste Lösung. Langlebige Materialien, hochwertige Verarbeitung und ergonomische Eigenschaften verlängern die Nutzungsdauer und reduzieren den Beschaffungsaufwand. „Langlebige Produkte sind über die Nutzungsdauer hinweg wirtschaftlicher und außerdem ressourcensparender“, betont Bachschijan. Auch Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen an Bedeutung: Recycelte Materialien und ressourcenschonende Herstellungsverfahren werden zunehmend nachgefragt. Gleichzeitig arbeitet die Branche an neuen Materialien und Beschichtungen, die mehrere Schutzfunktionen in einem Handschuh vereinen.

Intelligente Handschuhe als Zukunftsperspektive

Künftig könnten smarte Schutzhandschuhe zusätzliche Funktionen übernehmen. Sensoren und digitale Schnittstellen sollen Risiken erkennen und Informationen über den Zustand der Schutzfunktionen liefern. „Durch die Integration von Sensoren oder digitale Schnittstellen zum Datenaustausch wird es in der Zukunft intelligente Handschuhlösungen geben, die Risiken erkennen und beispielsweise Informationen über den Zustand der Schutzfunktionen liefern“, erwartet Bachschijan.

Links:

www.mewa.de

Die Auswahl von Schutzhandschuhen sollte sich an der jeweiligen Gefährdung sowie den erforderlichen Schutzklassen orientieren. Bild: Mewa

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