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Neue Dichtung für CO2-Kompressoren

von am 11. Juni, 2026

Freudenberg Sealing Technologies (FST) hat ein neues Dichtungssystem für elektrische Durchführungen in Fahrzeug-Klimakompressoren entwickelt. Die Lösung auf Elastomerbasis ist für CO2-Kältemittel ausgelegt, hält Prüfdrücken von über 100 bar stand und soll eine kostengünstigere Alternative zu Glasdichtungen bieten.

Hintergrund sind strengere EU-Vorgaben für fluorierte Treibhausgase. Künftig gewinnen deshalb natürliche Kältemittel wie CO1 (R744) und Propan (R290) an Bedeutung. Besonders CO2 stellt jedoch hohe Anforderungen an die Dichtungstechnik, da in den Kompressoren deutlich höhere Betriebsdrücke auftreten als bei herkömmlichen Kältemitteln.

Eine zusätzliche Herausforderung ist die sogenannte explosive Dekompression. Dabei dringen CO2-Moleküle in das Elastomermaterial ein und können bei schnellem Druckabfall Schäden an der Dichtung verursachen.

Freudenberg Sealing Technologies kombiniert nach eigenen Angaben deshalb speziell entwickelte Werkstoffe mit einer angepassten Dichtkontur. Die Materialien sollen sowohl der explosiven Dekompression als auch den chemischen Anforderungen verschiedener Kältemittel standhalten. Zusätzlich kommen Elastomere mit hoher Kriechstromfestigkeit zum Einsatz, um elektrische Überschläge an den Busbar-Durchführungen zu verhindern.

Das neue Dichtungssystem bestand laut Unternehmen Dichtheitsprüfungen mit mehr als 100 bar. „Die Umstellung der Kältemittel stellt Hersteller von Klimakompressoren vor völlig neue Anforderungen an die Abdichtung. Wir bieten ihnen nicht nur eine technische Lösung für diese Herausforderung, sondern eine echte Entwicklungspartnerschaft – von der Werkstoffauswahl bis zur serienreifen Dichtkontur“, sagt Christian Jaschke, Product Manager bei Freudenberg Sealing Technologies.

Im Vergleich zu herkömmlichen Glasdichtungen soll die neue Lösung wirtschaftliche Vorteile bieten. Laut Unternehmen lassen sich die Kosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Gleichzeitig unterstützt die kompakte Bauweise die Bauraumoptimierung in der Kompressorumgebung.

Links:

www.fst.com

Die Technologie ist nicht ausschließlich für CO2-Kompressoren vorgesehen. Sie kann laut Freudenberg Sealing Technologies auch in weiteren Hochdruckanwendungen mit unterschiedlichen Medien eingesetzt werden. Bild: FST

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